hitzewellen
folder
Gundam Wing/AC › Yaoi - Male/Male
Rating:
Adult ++
Chapters:
1
Views:
406
Reviews:
0
Recommended:
0
Currently Reading:
0
Category:
Gundam Wing/AC › Yaoi - Male/Male
Rating:
Adult ++
Chapters:
1
Views:
406
Reviews:
0
Recommended:
0
Currently Reading:
0
Disclaimer:
I do not own Gundam Wing/AC, nor any of the characters from it. I do not make any money from the writing of this story.
hitzewellen
Hitzewellen
-soi
Als Heero das Schlafzimmer betrat war es als liefe er gegen eine Wand. Trockene Hitze machte das
Atmen schwer und er fühlte wie die kühlen Wassertropfen, die noch von der Dusche eben seine Haut bedeckten, beinahe augenblicklich verdunsteten.
Der Japaner hatte sich nicht die Mühe gemacht sich abzutrocknen, geschweige denn etwas anzuziehen. Es war zu heiß. Zu heiß um sich zu bewegen, zu heiß zum Sprechen, zu heiß zum Denken. Seit Tagen war er müde, konnte aber der unerträglichen Wärme wegen nicht schlafen. Inzwischen fühlte er sich ständig wie leicht betrunken, seltsam dumpf. Sein Hirn und seine Muskeln wurden stetig träger je höher die Temperaturen kletterten.
Heeros Blick streifte die leuchtende Digitalanzeige an Duos Wecker -13:09- und er erklärte den Tag für beendet.
Er hätte sich ins Bett geworfen und in den Schlaf gelangweilt, aber schon der Gedanke an weiche, und unglücklicherweise warme, Baumwollkissen und -decken ließ auch den kläglichen Rest der Kühlung, die die Dusche gebracht hatte, verschwinden.
Mit einem langen Leidensseufzer ging er zum Fenster. Nein, er war weiß Gott kein Freund solcher Hitzewellen. Sie brachten ihn völlig aus den Gleichgewicht und er konnte nur hoffen das er nicht zu einer Mission würde aufbrechen müssen. Es hatte durchaus seine Gründe weshalb Duo an seiner statt Wufeis Partner auf der derzeit laufenden war. Heero war bei diesen Temperaturen schlicht nicht zu gebrauchen.
Er setzte sich auf den Schreibtisch vorm Fenster, schaute Quatre zu, der im Pool vor dem Haus seine Bahnen zog.
Die glatt lackierte Oberfläche des Tisches klebte unangenehm an der Haut von Schenkeln und Hintern, aber sie war wunderbar kühl. Er rutschte weiter darauf bis die Tischkante in seine Kniekehlen drückte, legte sich ganz hin und verschränkte die Arme unterm Kopf. Herrliche Kälte.
Heero schloss die Augen, atmete tief durch. Scheiß Sommer, scheiß Sonne, scheiß Hitze. Er konnte Quatres Planschen sowohl gedämpft durchs geschlossene Fenster als auch von der Zimmertür her hören. Sämtliche Türen im Haus, inkusive der zum Garten, standen sperrangelweit offen um soviel Durchzug wie irgendmöglich zu gewehrleisten. Im Moment, bei völliger Windstille und ungehindert knallender Mittagssonne, nicht wirklich hilfreich.
Er gähnte. Von irgendwo im Haus war Geklapper zu hören. Vermutlich die Küche. Wie kann man bei der Wärme nur ans Essen denken? Noch ein Gähnen und Heero schlief endlich ein.
Etwas lag schwer auf seinem Gesicht, über seinen Augen, und als er sie öffnete blieb es dunkel und er fühlte seine Wimpern an diesem Etwas entlag streifen. Er konnte sich nicht bewegen, teils weil seine Haut über die ganze Länge seines Körpers an der Unterlage klebte, teils weil Hand- und Fußgelenke fest mit selbiger verbunden schienen.
Heero glitt nur schwerlich aus dem Halbschlaf, war aber schließlich schlagartig wach als er spürte wie etwas an der Innenseite seines Oberschenkels entlang strich. Und plötzlich traf es ihn wie ein Schlag: Seine Arme waren über Kreuz über seinem Kopf gefesselt, statt in seine Kniekehlen drückte die Tischkante gegen seinen Hintern und seine Füße waren links und rechts jeweils an den Tischbeinen festgebunden, was seine Beine auseinander und in einen unbequemen Winkel zwang.
Der Japaner zischte auf vor Schreck und das Streicheln stoppte abrupt. Gerade als er ansetzte zu fragen was vor sich ging, presste sich mit einem Ruck ein Körper gegen ihn. Rauer Jeansstoff rieb unangenehm gegen seine Lenden, starke Hände packten sein Becken und drückten ihn noch zusätzlich dagegen. Jemand legte sich mit seinem ganzen Gewicht auf ihn und bevor er wußte wie ihm geschah hatten weiche Lippen jeden Laut erstickt und eine Zunge schob sich grob in seinen Mund.
Heero war durchaus klar, das dieser Kuss nichts weiter als ein nonverbales \'Halt die Klappe\' war und doch fühlte er sich gut an, langsam, fast träge, und es war als würde er in diese Berührung hineinschmelzen. Aber nicht lange und seine Lungen begannen vom Sauerstoffmangel, der bei seinem hektischen Atmen viel zu schnell und gewaltig zuschlug, zu schmerzen. Er schnappte nach Luft, versuchte sich wegzuschieben oder wenigstens den Kopf zu drehen. Selbst das wurde durch die Lage seiner Arme verhindert.
Dann ging alles recht schnell. Eine Hand löste sich von seinem Becken. Finger schoben sich ungeduldig zwischen ihre Körper. Immernoch bewegte sich die fremde Zunge schleppend in seinem Mund. Heero hörte einen Reißverschluß. Stoff streifte an seinen Lenden entlang. Für einen Sekundenbruchteil schoß die leichte Berührung kühlen Metalls an seinem Hoden wie ein Stromschlag durch seinen überhitzten Körper. Es raschelte und irgendwo zwischen all dem Rascheln und Streifen und Streicheln drückte plötzlich etwas gegen seinen Eingang. Einen Moment hielten beide Hände sein Becken. Der Kuss löste sich, aber einen tiefen Atemzug später presste sich eine glitschige Hand auf seinen Mund als sich das Glied in ihn drängte, ganz und gar schmerzlos -scheinbar hatte er sich viel Zeit genommen als Heero so komatös tief geschlafen hatte- aber so heiß das selbst Heeros fiebriger Körper den Kontrast wahrnahm. Der Japaner wimmerte unwillkürlich, versuchte erneut sich von der unerträglichen Wärme wegzuschieben. Der Griff um sein Becken und seinen Mund wurde fester, drückte ihn unerbittlich gegen die harte, glatte Tischplatte. Der fremde Körper begann sich zu bewegen. Es fühlte sich an als steige mit jedem ausgiebigen aber heftigen Stoß die Temperatur im Raum. Sein Rücken brannte wie Feuer weil jede Bewegung an der, am lackierten Tisch klebenden, Haut riss. Unter der Augenbinde presste Heero die Lider so fest zu das blutrote Blitze durch die Dunkelheit zuckten. Er bekam keine Luft mehr, versuchte wieder den Kopf zu drehen um die Hand abzuschütteln. Und diesmal lockerte sich der Halt. Heero keuchte, ohne von den Aktivitäten in seiner Lendengegend noch etwas wahrzunehmen. Es war zu heiß, zu schwer zu atmen. Alles drehte sich. Ihm wurde schwindlig und in seinem Kopf hämmerte es dumpf.
Dann hatte er das überwältigende Gefühl zu fallen und es wurde still.
2
Er tat es nicht bewußt, wollte es nicht einmal tun. Es war wie ein Reflex, unausweichlich, zwangsläufig und ganz gegen seinen Willen: Heero blinzelte.
Automatisch hielt er beide Hände vor die Augen. Es war nicht hell, objektiv betrachtet, aber definitiv viel zu hell für sein noch immer leicht benommenes und sehr subjektives Wahrnehmungsvermögen. Er rieb sich die Augen, blitzelte noch einmal und brachte langsam den Willen auf wach zu werden.
Er lag auf seinem Bett, kühles Satin unter sich. Er ließ eine Hand auf seinen Bauch fallen und bemerkte das er Shorts trug.
Heero schnaubte genervt und überlegte, in einem Anflug traumgeschüttelten Sarkasmuses, wie und wo er wohl als nächstes Aufwachen würde. Er erhob sich vorsichtig, immer darauf gefasst von einer Kopfschmerzattacke oder einem Schwindelanfall überwältigt zu werden. Dabei fiel etwas Nasses, Weiches von seiner Stirn auf seine Hand. Instinktiv schüttelte er es ab und hörte es nahe der Badtür auf den Boden klatschen. Ein wassergetränktes Tuch. Er schloss die Augen, atmete tief durch und...
\"Hey! Endlich wach?!\"
... zuckte zusammen.
Duo trat aus dem Badezimmer, breit grinsend, und sein Blick schweifte kurz über Heeros Körper bevor er auf seinem Gesicht zur Ruhe kam.
\"Ihr seit schon zurück?\" Heero massierte seine Schläfen um die zitternden Hände zu beschäftigen.
\"Schon? Wir sind seit Stunden wieder hier, mate.\" Der Amerikaner wand sich zurück, pflückte mit Daumen und Zeigefinger das Tuch vom Boden. \"So dankt mans mir\", murmelte er vor sich hin, gerade laut genug damit Heero es auch garantiert hörte.
\"Du hast mit den Lappen aufs Gesicht gelegt?\"
\"Jep. Und nicht nur das. Was hat dich geritten es dir auf dem Tisch bequem zu machen? Halbnackt? Junge, du mußt echt verzweifelt gewesen sein.\"
Heeros zog die Augenbrauen zusammen. \"Du hast mich ins Bett gebracht?\"
Duo nickte. Er warf den Lappen von der Tür aus ins Waschbecken. \"Dein Rücken ist knallrot und...\", mit einer flinken Bewegung war er vor Heero und legte ihm eine Hand auf seine, die andere auf die eigene Stirn, \"...du hast immernoch Fieber. Vielleicht solltest du dich mal durchchecken lassen. Das du nich unbedingt ein Fan großer Hitzewellen bist weiß ich, aber diesmal is es echt\'n bißchen sehr heftig.\"
Heero nickte stumm und Duo gab sich damit zufrieden, wand sich ab und ging zum Fenster. Heeros Augen folgte ihm unabsichtlich.
\"Guck dir die Wasserratte an\", kicherte der Amerikaner. \"Keine OZ-Armee würde Quatre heute länger als für eine Malzeit aus dem Wasser kriegen. Versuch doch das mal!\"
Aber Heero hatte bereits fluchartig das Zimmer verlassen. Sein Blick hatte den Tisch gefunden und eine Fieberwelle war wie Lava durch seinen Körper geschwappt, hatte seine Lungen zusammengepresst.
Heero schüttelte den Kopf, atmete tief durch. Auch wenn es nicht ungewöhnlich war das Träume ihn mitnahmen, so war dies doch der erste Sextraum auf den das zutraf...
Heero ging in die Küche. Er hatte plötzlich ungeheuren Durst.
Im Kühlschrank fand er noch eine einsame Flasche Mineralwasser und setzte sich damit an den Tisch. Heero ließ sich gegen die Rücklehne sinken und murrte leise als ein leichtes Ziehen signalisierte wie überempfindlich seine Haut noch war. Allerdings wich er nicht zurück sondern wartete bis das Ziehen nachließ, rutschte dann tiefer in den Stuhl und wartete wieder. Das Spielchen wiederholte er solange bis er es halbwegs bequem hatte und den Hinterkopf, wenn er ihn in den Nacken legte, ansatzweise auf der Lehne ablegen konnte. Er wechselte die Flasche in die rechte Hand weil die linke bereits von der Kälte schmerzte.
Heero schloss abermals die Augen. Er war nicht im Mindesten mehr müde, aber wach zu sein störte ihn im Moment ebenfalls. Ganz bewußt versuchte er seine Gedanken von dieser Sache, diesem Traum, wegzulenken, tüftelte an einem Computerprogarmm, grübelte ob er wegen seiner extremen Reaktion auf die herrschende Wärme nicht doch zu J fahren sollte.
Die Wasserflasche samt Hand wurde angehoben und an seine Stirn gelegt bevor Heero reagieren konnte und als er es gekonnte hätte tat er es nicht, blieb auf dem Stuhl liegen und hielt die Flasche wohin sie dirigiert worden war. Hinter sich hörte er in einer Ecke etwas klappern, dann zischen. Dann wurde eine wesentlich kleinere und wärmere Flasche in seine freie Hand gedrückt.
\"Vielleicht sollte ich mich wirklich durchchecken lassen. Es ist schlimmer diesmal.\"
\"Kein Wunder. Wenn es heiß ist soll man warm duschen und trinken, damit der Körper die Kühlmechanismen ankurbelt.\" Am Kopfende des Tischen, unmittelbar neben Heero, kratzte der Stuhl über den Boden und Trowa setzte sich bevor er fortfuhr. \"Eiswasser von innen und außen hat den gegenteiligen Effekt. Nicht das dir das nicht bereits gesagt worden wäre.\"
\"Von dir, ich weiß. Vortrag unnötig. Bin gestraft genug, findest du nicht?!\"
\"Wenn du schon fragst...\"
\"Auch wieder unter den Lebenden.\" Heero öffnete die Augen rechtzeitig um Wufeis Blick über seinen Oberkörper gleiten zu sehen als der die Küche betrat. Dann richtete der Chinese seine Aufmerksamkeit auf Trowa. \"Plant Winner in nächster Zeit das Becken zu verlassen oder sollten wir Fischfutter besorgen?\"
\"Er hat sich was zu Essen ge-...\"
Heero schaltete sich geistig aus den Gespräch aus. Er konnte sich nicht dazu bringen der Sache eine negative Bedeutung beizumessen, dachte er unbeabsichtigt als hätte er die ganze Zeit über nichts anderes getan. Heeros bester Beweis dafür, das es nichts als ein außergewöhnlich lebhafter Traum gewesen war, war das er sich nicht im Mindesten schlecht, geschweige denn mißbraucht, fühlte. Er hatte nicht eine Sekunde Gefahr gespürt oder Angst vor eventuellen Schmerzen gehabt. Das Schlimmste war die Hitze gewesen, die seine Gedanken so beherrschte, das nichts anderes darin Platz gehabt hatte. Aber so war es schließlich schon seit Tagen, seit gestern im Speziellen, egal ob wach oder schlafend.
Finger schnippten vor seiner Nase.
\"Hn?\" Heero schaute direkt in Wufeis Gesicht, der ihm nun gegenüber saß und ihn abwartend betrachtete.
\"Guten Morgen\", Wufei grinste schief. \"Ich sagte, es scheint kühl zu werden. Vielleicht kannst du dir langsam wieder was anziehen.\"
Du trägst immernoch nur Shorts... Heeros Blick wanderte automatisch zu seiner Körpermitte. Duos Shorts... Es mußten Duos sein, er selbst besaß so Kurze, Enge nicht. Genauso wenig wie Satinbettwäsche, ganz nebenbei. Gut, darüber sollte er bei Gelegenheit nachdenken, aber nicht ausgerechnet jetzt. Von den Shorts, die nicht seine waren und der Bettwäsche die nicht seine war, rutschte seine Aufmerksamkeit zur kleineren der Wasserflaschen in seiner Linken. Er stellte die große, kalte Flasche ab und trank aus der kleineren die Hälfte auf Ex. Seufzend stand er auf und machte sich auf den Weg nach oben.
Tatsächlich wurde es in dieser Nacht kühler und doch ging es Heero keinen Deut besser als er aufwachte. Es war heiß und stickig, und das Erste was er wahrnahm war der Geruch von Moder und Staub in widerlich trockener Luft. Das Nächste war ein fürchterliches Kribbeln in seinen Unterschenkeln. Heero schüttelte benommen den Kopf, spannte und entspannte Muskel für Muskel. Das Ergebnis war nicht unbedingt ermutigend. Er kniete auf einem Stuhl, daher das Kribbeln, seine Beine begannen unter seinem Gewicht einzuschlafen. Sein Körper war leicht nach rechts geneigt, gegen die Rücklehne des Stuhls. Seine Hände waren hinter seinem Rücken zusammen gebunden. Sein Oberkörper lag auf einem Tisch und seine Shorts und das Shirt waren verschwunden. Nicht zu vergessen das ihm abermals eine Augenbinde die Sicht nahm.
Vier fingerkuppengroße Flächen beißender Kälte auf seinem Rücken ließen seinen Atem stocken. Eine warme, trockene Hand legte sich auf seine Schulter, während die Flächen zu einer zusammenschmolzen.
Die schmerzhafte Kälte wurde schnell angenehm kühl als eine Hand das, was offenbar gekühltes Gel war, über seinen Rücken zu verteilen begann.
Heero entspannte sich. Das Gefühl wie die geschundene, überempfindliche Haut allmählich leicht betäubt wurde war zu herrlich. Seufzend verlagerte er sein Gewicht weiter auf den Tisch um seine Beine etwas zu entlasten und verfolgte wie das Kribbeln nachließ.
Die Hand verschwand von seiner Schulter und sein Entführer (er war absolut sicher das dies nicht sein Zimmer war, womit diese Bezeichnung gerechtfertigt wäre) benutzte beide Hände synchron, massierte seinen Nacken und die Schultern, strich vorsichtig über den krebsroten Teil seines Rückens, streichelte flüchtig seine Seiten.
Dieser Geruch, er kannte diesen Geruch. Heero atmete tief ein, versuchte unter Staub und Moder den Menschen zu erschnuppern. Heero schloss unter der Binde die Augen, konzentrierte sich auf die behutsamen Berührungen der starken Hände und verfluchte die ätherischen Dämpfe, die dem Gel entwichen. Da war dieser Duft, der Heero an Wald erinnerte, an einen kleinen Raum, an Schmerz und Ruhe. Aber auch an Kälte. Aus irgendeinem Grund assoziierte er diesen Geruch, diesen Menschen, mit Sicherheit.
Diese Erkenntnis in ihrer, für seinen jetzigen Zustand ungewöhnlichen, Klarheit brachte ihn dazu sich ohne zu Überlegen aufzusetzen. Das überraschte sein Gegenüber so, das der Junge die Hände wie nach einem Stromschlag wegriss, einen Satz rückwärts machte. Nicht schnell genug, denn Heeros Rücken stieß gegen seinen nackten Unterarme, den ebenfalls unbekleideten Bauch und das jeansbedeckte Becken, und verteilte Glibberzeug darauf.
Heero wand den gesenkten Kopf ein Stück weit nach hinten als könne er den sicherlich erschrockenen Ausdruck im Gesicht seines Entführers sehen und ein freches Grinsen stahl sich unwillkürlich auf seine Züge. Wenn das hier real war, und wenn er ehrlich war hatte er diese Möglichkeit inzwischen durchaus entfernt in Betracht gezogen, dann war der Junge einer seiner Freunde. Wenn es einer seiner Freunde war, Gundampilot mit Reflexen wie ein Kater auf Speed, dann mußte Heero, nackt und gefesselt, der personifizierte Konzenrationsbruch sein. Hehe.
Eine Diele knarrte. Ein muskulöser Arm schob sich zwischen Heero und die Stuhllehne, und drängte den Japaner zum Aufstehen. Widerwillig setzte er einen nackten Fuß nach dem anderen auf den schmutzigen, rauen Holzboden, hörte wie der Stuhl ein Stück vom Tisch weggezogen wurde. Seine Knie wurden weich unter der plötzlichen Belastung und ein schmerzhafter Druck durchschoss seine Waden.
Hinter ihm erklang das Geräusch eines Reißverschlusses und Heero wußte Er entledigte sich seiner Hose.
Seine, Heeros, Beine zitterten so stark, das der Andere es sehen mußte und als sich eine trocken gewischte Hand auf seine Hüfte legte dachte er einen Augenblick lang sie würde etwas Halt bieten. Stattdessen rutschte sie weiter nach vorn, über seinen Bauch nach unten und griff grob nach seinem Glied. Heero jaulte auf vor Schmerz.
Von der anderen Seite umfasste eine Hand sein Kinn, drehte seinen Kopf nach hinten. Die inzwischen nicht mehr völlig unbekannte Zunge leckte genüsslich über seine Lippen bevor sie sich dazwischen schob. Noch einer dieser \'Halt die Klappe\'-Küsse. Diesmal öffnete Heero den Mund, denn wenn er sich an etwas erinnerte, dann an diese langsame, schwelgende und gerade durch ihre Trägheit seltsam gierige, verzehrende Art zu Küssen. Doch je mehr er sich darin verlor, desto krasser war der Kontrast zu den fast gehetzten, rauen Bewegungen dieser Hand über Heeros entstehende Erregung und dem schmerzhaft festen Griff um sein Kinn.
Als das Ziehen in seinen Lenden ihn dazu brachte in den Kuss zu stöhnen stoppte abrupt jede Bewegung. Heero konnte nicht so schnell denken, wie der Kuss sich in Nichts auflöste, die Hand sein Kinn entließ und dafür seinen Nacken griff und sein Oberkörper auf den Tisch gedrückt wurde. Heero keuchte erschrocken als seine Brust mit genug Wucht auf der Holzplatte landete um die Luft aus seinen Lungen zu pressen.
Die Hand um sein Glied blieb, quälend fest und bewegungslos. Heero spürte die Hitze und das rasende Pulsieren seines Blutes in diesem starken Griff. Jedesmal wenn er versuchte sich zu bewegen, sich selbst in der stur verharrenden Hand vor oder zurück zu schieben, verstärkte sein Entführer den Druck und Heero hatte Mühe nicht einfach in die Knie zu gehen. Er zerrte an den Fesseln um seine Handgelenke, weiche Fesseln, die beim letzten Mal keine Spuren hinterlassen hatten. Diesmal würden Male bleiben. Wenn es real war würden Abdrücke, Blutergüsse bleiben.
Der Junge trat unvermittelt ganz hinter ihn und seine Erregung stieß gegen Heeros Hintern. Eines seiner Beine schob sich zwischen Heeros und drängte sie weiter auseinander. Mit der freien Hand drückte er Heeros Rückrad nach unten, hob sein Becken an. Dann stützte er sich neben dem Japaner auf dem Tisch ab, beugte sich über ihn. Mühelos positionierte er sich so, das die Spitze seiner Erregung gegen Heeros Muskelring stieß. Heero fühlte den Druck obwohl seine Sinne auf den eiserenen Griff um sein eigenes Glied fokusiert waren.
Sein Körper hatte längst die Kontrolle über seinen Verstand übernommen. Heero keuchte leise während er noch einmal versuchte sich in der Hand zu bewegen. Wie auch zuvor schon versuchte er mit einem Ruck aus der Umklammerung zu kommen, aber diesmal, anders als zuvor, wurde der Griff nicht stärker sondern sein Entführer ließ locker und Heero pfählte sich, unvorbereitet und mit einem Stoß, selbst auf die Erregung seines Gegenübers. Er biss die Zähne zusammen, hörte den Jungen hinter sich aufstöhnen. Diese Stimme... Es war zum verrückt werden. Wie den Geruch kannte er sie zweifellos, aber sein Verstand verweigerte die Mitarbeit. Und dann begann Er sich zu bewegen und Heero war es egal wer er war oder wo er war oder ob es real war. Alles verschwamm in einer Sensation aus Kribbeln und Ziehen, Vergnügen und Schmerz. Die Hand war wieder an seiner Erregung, glitschig und vom Gel kühler, und Heero konnte nur knapp einen Aufschrei unterdrücken, gab ein kurzes Wimmern von sich. Hinter ihm keuchte der Junge im Rhythmus seiner Stöße, war so nah das Heero seinen Atem im Nacken spürte.
Dann hielt er inne und Heero hörte sich selbst unwillig murren, drückte sich stärker gegen ihn. Der Andere richtete sich auf, nahm die stützende Hand vom Tisch und schlang den Arm um Heeros Taille, zog diesen ebenfalls in eine stehende Position. Er lehnte seinen Kopf für einen Moment an Heeros, küsste flüchtig seinen Hals. Als nächstes fühlte der Japaner wie er nach hinten gezogen wurde, gehen sollte ohne das sein Entführer sich aus ihm zurück gezogen hatte. Dieser schlang auch den anderen Arm noch um ihn und Heero war in einem Anflug von Sadismus versucht einfach zu warten bis er \"Komm\" oder \"Mach schon\" sagen und das Geheimnis lüften würde. Anderseits bestand die Möglichkeit das er sich entweder einfach zurückziehen und die Sache beendete oder ungeduldig und grob werden könnte.
Wieder signalisierte der Druck der Arme was der Junge von ihm wollte und nun folgte Heero, ließ sich ein paar Schritte nach hinten dirigieren und versuchte angestrengt nicht daran zu denken wie ungeheuer dämlich diese Aktion aussehen mochte.
Und plötzlich ließ der Junge sich rückwärts fallen und zog ihn mit. Heero schrie auf als er im Schoß seines Entführers landete, dessen Glied mit Hilfe der Schwerkraft tiefer als zuvor in ihn gerammt. Seine Beine rutschen von allein zu beiden Seiten derer des Jungen und stießen an gepolsterte Armlehnen.
Einige Sekunden saßen sie nur da bis etwas klapperte und sich unvermittelte die Fesseln um seine Handgelenkte lösten. Heero nahm nur insofern Notiz davon, als das er sich nun mit beiden Händen vor sich auf den Knien des Anderen abstützten konnte.
Wieder umschloss eine Hand Heeros Erregung, die andere griff sein Becken, wobei der Daumen sanft über soviel Haut streichelte wie irgend erreichbar war, und beide weckten in Heero den unwiderstehlichen Drang sich zu bewegen. Und das tat er. Das Kribbeln, das durch seinen Körper floss, sich in seinen Lenden sammelte, war so unerträglich gut und heiß und klar.
Heero wußte er würde schreien hätte seine Stimme nicht inzwischen schlicht den Geist aufgegeben, so aber war es wenig mehr als ein Winseln, das er von sich gab als die Welle des Orgasmus ihn förmlich wegspülte.
Heero fühlte das er nach hinten fiel, auf einem warmen, durchtrainierten Körper zum Liegen kam, dass ihn abermals starke Arme festhielten und für einen Sekundenbruchteil wußte er ohne Zweifel wer ihn hielt, bei wem er sich, ganz unbewußt, sicher fühlte. Er wußte es, bis die Wärme und Anstrengung ihren Tribut forderten und ihn in einen ohnmachtsgleichen Schlaf schickten.
3
Es war ein ereignisloser Tag, der folgte. Heero verbrachte die eine Hälfte davon vor dem Computer, wobei er immer wieder geistesabwesend mit einer Hand über die blassblauen Fesselabdrücke um das Gelenk der jeweils anderen rieb, und spielte in der anderen Hälfte Basketball mit Duo. Die Geschehnisse der vorigen Nacht ließ er davon nur zu gern aus seinem Gedächtnis verbannen. Und das funktionierte hervorragend bis zum Abend.
Als es draußen zum Spielen zu dunkel wurde, nahm Duo schließlich den Ball unter den Arm und sie sprinteten zwei Stufen auf einmal nehmend die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Schon auf dem Weg von der Zimmer- zur Badtür entledigte sich Duo seines Shirts, der Schuhe und Socken und war mit einem breiten Grinsen und kurzem Triumphschrei als Erster beim Bad. Das Grinsen verschwand auch nicht als er sich noch einmal umdrehte und meinte: \"Es ist Platz genug für zwei.\"
Heero, der mitten im Raum stehen geblieben war als er Duo ins Bad hechten sah und der gerade mißbilligend an seinem verschwitzen Shirt zupfte, sah auf.
\"Hn?\"
Amüsiert schnaubend lehnte der Amerikaner sich gegen den Türrahmen, eine Hand neben seinem Gesicht an der Rahmenkante die Andere an der Tür, und deutete mit einem leichten Schwung seiner Kopfes hinter sich.
Sie hatten längst aufgehört das Bad ausschließlich jeder für sich zu nutzen. Anfangs weil ihnen vor Terminen die Zeit oft zu knapp wurde um auf Privatssphäre zu bestehen, inzwischen beinahe schon aus Gewohnheit. Warum auch nicht, sie waren beide Jungs und wieso sich nicht die Zähne putzen während der andere duscht? Gemeinsam duschen war allerdings etwas völlig Neues und gänzlich anders, und eben das deutete Duo gerade an.
\"Komm schon.\" Duo stieß sich vom Rahmen ab, streifte die Trainingsshorts von seinen Beinen, wobei er ein paar kleine Hüpfer machte. Als nächstes flog der Slip in eine Ecke und er wand sich wieder Heero zu als er nach seinem Zopf angelte und die geflochtenen Stränge löste. Er verdrehte die Augen.
\"Werd dir schon nich zu nahe kommen...\", murmelte er und stieg in die Badewanne.
Erst jetzt regte sich Heero, folgte dem Amerikaner ins Bad. Das Wasser begann zu rauschen und Duo schraubte an den Reglern herum. Heero schlüpfte aus seinen Klamotten, warf diese in die Ecke zu Duos Sachen und folgte ihm.
Duo hatte derweil seine Idealtemperatur fürs Wasser gefunden und ließ es mit genießend geschlossenen Augen über seine Haare fließen bis sie ganz durchnässt waren. Dann wechselten sie und während Duo Shampoo in seine üppige Mähne massierte seifte Heero sich ein und spülte den Schaum von seinem Körper. Wieder ein Wechsel damit Duo sein Haar vom Shampoo befreien und Heero das Seine, inzwischen ebenfalls nass, damit einschäumen konnte. Ein erneuter Tausch um Heeros Haare auszuspülen und Zeit für Duo das Duschgel über sich zu verteilen.
Bei jedem Wechsel, bei dem sie sich so nah waren das ihre Körper schräg seitlich von den Knien bis zur Schulter aneinander entlang schliffen, hörte Heero Duo tief Luftholen. Beim letzten Mal tat er es ihm gleich, aber alles was er wahrnahm war Honigshampoo überlagert von fruchtigem Duschgel, der Geruch der ihnen beiden anhaftete. Er kannte Duos eigenen Geruch, vom Basketball, von Missionen oder schlicht weil sie eben ein Zimmer teilten. Nicht der selbe, schoss es ihm durch den Kopf. Es war nicht dieser Geruch letzte Nacht oder tags zuvor. Wäre es Duo gewesen wäre es Heero, wenn schon nicht am Tag in ihrem Zimmer dann doch zumindest nachts zwischen Staub und Moder, aufgefallen.
Heero wurde aus den Gedanken gerissen als Duos Glied, glitschig vom Duschgel und gänzlich unerrigiert, gegen seinen Oberschenkel stieß. Der Amerikaner wich instinktiv zurück und geriet dabei ins Straucheln. Heero packte seine Schultern um ihn zu stabilisieren, zog ihn dabei wieder näher zu sich. Beide entließen gleichzeitig den vor Schreck angehaltenen Atmen und der Lufthauch fühlte sich kühl an, als er über Heeros feuchtes Schlüsselbein strich. Heero fühlte Duos Glied jetzt mehr als vorher an seinem Schenkel und konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen. Der Blick mit dem Duo ihn bedachte wechselte schnell von verwirrt zu erkennend, dann kicherte er ebenfalls. Mit einem Laut spielerischen Verzweiflung ob der Ironie der Situation, ließ er seine Stirn gegen Heeros Schulter fallen.
\"Vergiß was ich gesagt hab.\" Er murmelte ohne den Kopf zu heben und sein Lächeln schwang in seiner Stimme mit. Heero kicherte wieder, lauter diesmal, weniger wegen Duos Kommentar als vielmehr wegen seiner Hand, die sich auf seine Taille legte und von dort sachte kitzelnd auf seinen Rücken. Normalerweise hätte er keinen Ton von sich gegeben, aber im Moment war er entspannt genug solche Reaktionen zuzulassen. Er ließ sich bereitwillig zurück unter den Wasserstrahl schieben. Erst dort hob Duo den Kopf wieder, sah ihn schief grinsend an. Bei ihrer kleinen Kollision war Duschgel von Duos Körper auf Heeros gekommen und wurde nun vom Wasser fort gespült.
Erst jetzt fiel Heero auf das seine Hände noch immer auf Duos Schultern lagen. Er war kleiner als Heero, kaum merklich und vermutlich nur noch bis zu seinem nächsten Wachstumsschub, denn schlußendlich würde Duo Heero überragen. Noch aber war er, Heero, etwas größer. Kleiner als ich und deshalb kleiner als ... Er.
\"Sag\", begann Heero und zögerte etwas verlegen bevor er fortfuhr, \"hast du ... mich angezogen oder meine Bettwäsche gewechselt gestern?\"
Duo sah ihn ratlos, mit einer hochgezogenen Augenbraue an. \"Ehm... nein. Ich mein, ich hab mich schon gewundert warum du plötzlich meine Klamotten trägst, aber ich dachte der Stoff wäre bei Hitze vielleicht angehmer - was er mit Sicherheit auch ist, ganz nebenbei - und wann hast du mich das letzte Mal etwas tun sehen das auch nur im Ansatz mit Hausarbeit zutun hatte.\" Er grinste breit, wurde aber wieder ernster als er sah wie Heeros Stirn sich in Falten legte.
Der Japaner nickte. \"Mhm, dacht mir sowas...\"
\"Alles ok?\" Jetzt klang er besorgt und Heero lächelte ihn beruhigend an.
\"Ja, ich hab mich eben nur gefragt...\"
\"Wenn dus nicht warst und ichs nicht war\", fiel ihm der Amerikaner ins Wort und nickte verstehend. \"Frag doch die Anderen, Trowa und Quatre waren die ganze Zeit da und Fei eine halbe Stunde vor mir. Bin in nen Stau geraten. Hab ich dir das überhaupt erzählt?\" Heero beging den Fehler ehrlich den Kopf zu schütteln. \"Dieser Vollidiot von einem Truckfahrer hatte...\"
Gute zwei Stunden später saßen sie beide auf der Couch im Wohnzimmer, Trowa und Wufei in den Sesseln links und rechts von ihnen, und sahen fern. Mit federnden Schritten hörte Heero Quatre die Treppe herunter hüpfen bevor er in einer schwungvollen Drehung, wobei er sich mit einer Hand am Türrahmen festhielt, den Raum betrat.
\"Hab Kühlgel gefunden\", verkündete er mit Blick auf Heero und Duo. Letzterer nickte lächelnd und zuckte mit den Schultern als er Heeros Augen auf sich ruhen fühlte und sich diesem zuwand. Heero war nicht unbedingt begeistert, das Duo jemand anderem von seinem lädierten Rücken erzählt hatte.
Quatre stellte die erstaunlich große Dose auf den Tisch und durchkämmte mit den Fingern seine vom Waschen feuchten Haare. Noch bevor Duo oder Heero nach der Gel greifen konnten hatte Wufei es sich geschnappt und inspizierte es sorgsam.
\"Hm...\" machte er fachmännisch und schüttelte dann den Kopf. \"Ich hab Besseres. Das hier is reine Chemie.\" Dann sah er Heero strafend an. \"Hättest du was gesagt... Warte hier.\"
Und schon war er mit samt der Salbe verschwunden.
Heero sah mit einer hochgezogenen Augenbraue zu Duo, Duo schaute gespielt enttäuscht zu Quatre, der es gewagt hatte ihnen Ungesundes anzubieten. Der Blonde zuckte entschuldigend mit den Schultern bevor er in ein breites Grinsen verfiel, das Duo und Heero ansteckte.
Wufei war schnell wieder da. Er wedelte ungeduldig mit der Hand Richtung Heero und dieser verstand, zog sein Hemd aus, drehte ihm den Rücken zu als sich der Chinese zu ihm auf die Couch setzte. Er hörte ihn hinter sich hantieren und spürte dann eine kühle Hand auf seinem Rücken. Sehr vorsichtig, aber mit der Sorgfalt eines geborenen Perfektionisten kremte Wufei Heeros wunde Haut ein.
Der Japaner ließ die Schultern locker, drückte das Rückrad Wufeis Hand entgegen und ließ den Kopf nach vorn fallen. Es fühlte sich wundervoll an und der Geruch der Kräuter war so frisch und rein als hätte der Chinese sie eben erst von der Wiese geholt.
Wufei nahm angesichts dieses wortlosen Lobes die zweite Hand dazu und verstärkte den Druck. Heero seufzte dankbar und hätte vor lauter Genuß gar nicht mitbekommen wie Trowa aufstand und ging, hätte dieser nicht in der Tür halt gemacht und ihn angesprochen. \"Läuft dein Computer, Heero?\"
\"Mhmmm\", machte der Japaner in einem Ton der unverholen zeigte das er sich gestört fühlte.
Dem Geräusch nach beanspruchte Quatre Trowas Sessel nun für sich und schaltete, unter Duos Anleitung, durch die Kanäle.
Als Wufeis Streichen allmählich in eine professionell anmutende Massage überging warf Heero einen erstaunten Blick über seine Schulter. Der Chinese fing ihn auf und verdrehte die Augen.
\"Ja, ich kann sogar richtig umgänglich sein\", flüsterte er zu leise als das die anderen beiden es hätten hören können. Zur Antwort lehnte sich Heero stärker in Wufeis Hände und hörte und fühlte dessen belustigtes Schnauben gleichermaßen. Es war ein langsames, ausgiebiges Kneten und Heeros Gedanken schweiften unwillkürlich zur letzten Nacht zurück. Er verglich ohne es bewußt darauf anzulegen. Wufeis Griffe und Streichen waren auf angenehme Art fester, weniger zärtlich, was der Massage zu gute kam, sinnlicher Stimmung aber eher abträglich war. Auch schnupperte Heero unauffällig, was aber nicht viel brachte da diese Kräuter ungleich stärker rochen als die Salbe (vermutlich die die Quatre eben gebracht) die Er letzte Nacht benutzt hatte. Ja, er war nun sicher es war real und konnte kaum glauben das er es trotz all der Beweise für das Gegenteil solange geschafft hatte sich an die Traumtheorie zu klammern. Andererseits findet man sich nicht jeden Tag von einem seiner Freunde auf *diese* Weise überwältigt wieder. Möglicherweise hatte sein Geist ihm Zeit gegeben sich klar zu werden was er eigentlich davon hielt. So ganz klar war ihm das allerdings noch immer nicht.
Es dauerte lange bis Wufei signalisierte, das es genug war. Heero nickte ergeben und straffte die Schultern. Er tippte Duo an, der in seiner Ecke der Couch nach Heeros Hemd tastete, es fand und seinem Besitzer reichte ohne den Blick ansatzweise vom Fernseher zu lösen.
Heero zog das Hemd über, machte sich nicht die Mühe es zuzuknöpfen und legte eine Hand auf Wufeis Bein um ihn vom Aufstehen abzuhalten. Der Chinese hatte die Cremedose zugeschraubt und abgestellt, und war gerade dabei sich die Hände an seinem Top abzuwischen. Er sah Heero fragend an und dieser bedeutete ihm mit einer Handbewegung sich umzudrehen. Mehr war nicht nötig. Wufei zog das Top aus und Heero konnte sehen wie er seine Muskeln in Schultern, Nacken und Rücken bewußt entspannte. Heero legte beide Hände in die Mitte seines Rückens. Glatte, weiche Haut unter den Fingern strich er fest mit kreisenden Bewegungen nach oben zu den Schultern, platzierte die Daumen zu beiden Seiten der Wirbelsäule und begann langsam und ausgiebig zu kneten. Heero ließ sich von Wufei leiten, fuhr fort mit dem was er tat wenn der Chinese leise seufzte, änderte Druck oder Richtung wenn die Muskeln unter seinen Händen zuckten.
Und wieder war es Trowa, der Heeros innere Harmonie störte.
\"Wir haben eine Mission. Einbruch in ein Gebäude und einen Hauptcomputer, inklusive Zerstörung des internen Netzwerks.\"
Heero sah auf und fand Trowas Blick auf sich gerichtet. Er hörte wie Duo sich in die Couch zurückfallen ließ und stöhnte. \"Ich geh nich, bin grad erst wiedergekommen.\"
\"Ditto\", war Wufeis einziger Kommentar, bevor er sich in Heeros Hände lehnte um ihn zum Fortfahren aufzufordern.
\"Heero is doch soweit wieder ok. Oder Heero?\" Ohne die Augen von Trowa zu wenden nickte er, mehr konditionierter Reflex als tatsächliche Antwort. Er hätte auch mit einer blutenden Schusswunde genickt. Trowas Mundwinkel zuckten bei diesem Anblick im Ansatz eines wissenden Grinsens. \"Dann wär das geklärt. Trowa, du begleitest ihn. Sollte Heero unter der Hitze zusammenbrechen kannst du ihn besser rausschaffen als ich\", sagte Quatre bestimmt.
Heero fühlte wie er rot wurde und war froh das bis auf den Fernseher keine Lichtquelle im Zimmer ihn verriet. Er kam sich schrecklich schwach vor, war im Moment mehr Sicherheitsrisiko als Hilfe.
Er sah Trowa nicken und sich abwenden. Der Franzose verließ ohne Eile den Raum und seine Schritte hallten durch den Flur als er die Treppe wieder hinauf ging. Wenn Heero richtig schätzte war er etwa auf halbem Wege oben als ein herrisches \"Sofort!\" den Japaner rief.
Erst jetzt nahm er die Hände von Wufeis Hüften. Mag ja sein das Heero eher Last als Gewinn war für diese Mission, aber das war nicht seine Schuld und kein Grund ihn anzugiften.
Natürlich hatte das Gebäude eine Kimaanlage gehabt, aber deshalb ging es Heero nicht besser. Im Gegenteil, denn nun wußte er das es diesmal nicht einfach seine übliche Sensibilität was Hitze betraf war, sondern das mit ihm selbst etwas nicht stimmen konnte. Ihm war immernoch heiß und er fühlte sich immernoch schwindelig und dumpf, und phasenweise war ihm übel.
Als er das interne Netzwerk vom Internet getrennt hatte und gerade dabei war den vernichtenden Virus ins System zu entlassen, war ihm so übel geworden, das er mitten in einem Code aufgesprungen und zur nächsten Toilette gerannt war. Gut nur, das sie auf ihrem Weg hinein daran vorbei gekommen waren. Immerhin ging es ihm im Nachhinein gut genug die Mission abzuschließen.
Im Auto leerte er gierig die Wasserflasche. Allerdings nur so lange bis der Franzose sie ihm zum zweiten Mal wegriss. Heero schüttelte den Kopf. Komischer Kauz. Erst drückt er ihm die Flasche noch vor ihrer Abfahrt in die Hand und als Heero drei Viertel davon wegschlürft noch bevor der Franzose ums Auto gelaufen ist, nimmt er sie ihm fassungslos wieder weg noch bevor er sich in den Sitz fallen lässt. Murrt irgendwas von \'lange Fahrt\' und \'für später aufheben\'. Und nun wieder. Heero, vom Übergeben ernstlich mitgenommen, schnappt sich dankbar den Wasserrest und gibt, wenn auch nur sich selbst gegenüber, zu das Trowa recht hatte und als nächstes läuft ihm ein guter Teil des kostbaren Nass über Kinn und Shirt weil sein Partner abermals das erfrischende Vergnügen wortlos und ruckartig beendet.
\"Was soll das denn?\", verlangte der Japaner sauer zu wissen. \"Du erzählst mir doch ständig ich sollte mehr Wasser trinken.\"
Trowa seuftze. \"Ja... Ich dachte nur...\"
Heero lehnte sich gegen den Rahmen der offenen Autotür. Als Trowa nicht weitersprach schüttelte er den Kopf: \"Duo meint ich sollte J das checken lassen und langsam stimme ich ihm zu. Seit gestern Nacht sind die Temperaturen kontinuierlich gefallen und trotzdem...\"
Trowa hatte ihn besorgt gemustert als er sprach und nickte nun verständnisvoll.
\"Zu J\", murmelte er schließlich abwesend und sein Blick fiel auf die leere Wasserflasche in seiner Hand. \"Natürlich.\"
Dann schien ihm etwas einzufallen und er sprach lauter, wandte sich wieder an Heero. \"Wir suchen uns ein Hotel für diese Nacht und fahren morgen auf dem Heimweg bei J vorbei.\" Er ging ein paar Schritte zum nächsten Mülleimer und entsorgte die Flasche. \"Das spart uns ein gutes Stück Weg.\"
\"Ok, aber wir sollten das gleich erledigen.\"
Kopfschütteln. \"Ich bin zu müde um die ganze Strecke zu fahren und du bist kaum in der Lage mich abzulösen.\" Er lächelte beschwichtigend. \"Es konnte doch keiner ahnen das es dir wieder schlechter gehen würde.\" Auf Heeros Blick hin, der seinen Widerwillen offen kund tat, deutete Trowa mit einer Kopfbewegung zum Beifahrersitz während er um die Motorhaube bog. \"Steig schon ein!\"
Heero wartete im Wagen während Trowa sich um ein Zimmer in einem gar nicht mal so kleinen Hotel kümmerte, das für den Geschmack des Wing-Piloten noch entschieden zu nahe an ihrem Auftragsort lag.
Dank einer weiteren Welle Schwindelgefühl mußte Heero sich dann praktisch von dem Franzosen aufs Zimmer tragen lassen. Zuerst hatte er nur den Arm um die Schultern des Größeren gelegt, aber dann wurde ihm plötzlich heiß und er fühlte sich als hätte er einen Marathonlauf hinter sich, keuchte und spürte seine Beine unter sich wegknicken. Er wurde aufgefangen, umfangen, und angehoben. Trowa drückte Heero an sich um seine Händen anders platzieren zu können ohne ihn dabei fallen zu lassen.
Heero war soviel Nähe unangenehm, zu warm wenn einem heiß war, zu eng wenn man schwer atmen konnte, und er versuchte instinktiv sich wegzudrücken. Trowa griff fester zu und als dem Japaner die Welt um ihn entglitt war das Letzte was er hörte, ganz nah an seinem Ohr, ein leises \"Tut mir leid.\"
Und dieses Mal, als Heero aufwachte, war ihm nicht heiß. Im Gegenteil, im ersten Moment fröstelte er und eine leichte Gänsehaut überzog seine Arme und Beine. Es brauchte eine Weile bis er merkte das dieses leichte Frösteln das Resultat einer Berührung war. Etwas Kühles, Weiches zog eine feuchte Spur von der Höhe seiner Taille an aufwärts über seinen Rücken. Heero seufzte sehr langsam und leise um den geschwungenen Lauf der samtigen Kälte nicht zu stören.
Die angenehme Behäbigeit der Bewegung gab Heero außer dem rar gewordenen Gefühl erträglicher Temperatur auch Gelegenheit sich ein Bild von seiner Position zu machen. Leicht war festzustellen das er auf dem Bauch lag, das seine Augen verbunden und seine Hände abermals auf seinem Rücken gefesselt waren. Schwieriger gestaltete es sich herauszufinden wo das Bett, in dem er sich zur Abwechsung ausstreckte, stand. Kein Geruch oder Geräusch gab Aufschluß bis Heero sich daran erinnerte wie er eigentlich eingeschlafen war. Die Mission, Hitze und Übelkeit, das Hotel... Trowa.
Natürlich Trowa, wer sonst? Heero hätte sich die Hand gegen die Stirn geschlagen hätte das Metall um seine Gelenke es zugelassen. Metall diesmal, keine weichen Fesseln. Nachdem Heero letztes Mal erfolgreich bemüht gewesen war selbst dafür zu sorgen das Spuren bleiben, hielt er es wohl nun nicht mehr für nötig vorsichtig zu sein.
Die samtig kühle Berührung verschwand. Ein erneutes Seufzen, diesmal deutlicher weil es ganz von selbst kam bevor er ihm Einhalt gebieten konnte, stoppte abrupt als der feuchte Samt plötzlich auf seinen Lippen lag. Und jetzt konnte er riechen was es war. Er sog den Duft tief ein und öffenete den Mund, stieß mit der Zungenspitze dagegen und geleitete es hinein. Inzwischen von seinem eigenen Körper erwärmt erfüllte eine Mischung aus Kirsche und Salz seinen Mund. Heero kaute um den letzten Rest Saft, der nicht an seinem Rücken klebte, aus der halben Frucht zu quetschen. Eine süß säuerliche Übermacht löschte die Erinnerung das jedes salzige Aufblitzen aus.
Heero hatte gar nicht gemerkt wie ausgetrocknet er sich fühlte bis der Saft ihm in die Kehle lief. Trotzdem, da war noch was: \"Warum...? Woher...?\" krächzte er und unterbrach sich selbst. Erste denken, dann reden.
\"Willst du *jetzt* Erklärungen?\" Heero hörte den nachsichtig belehrenden Ton, der klang als spräche er mit einem ungeduldigen Kind, und das amüstierte, zweifellos siegessichere Grinsen. War diese Stimme schon immer so dunkel gewesen? Warum war ihm das nie aufgefallen? Gegenfrage: Warum sollte es ihm aufgefallen sein? Wer achtet bei seinen Freunden schon auf sowas?
Heero schluckte den Fruchtbrei zu dem er die Kirsche derweil verarbeitet hatte und öffnete den Mund als stumme Aufforderung. Nun fühlte er das Trowa sich bewegte, zuerst minimal von ihm weg, dann lehnte er sich weit über ihn bis Heero die Wärme seines Körpers am Rücken spüren konnte. Zwischen Zeige- und Mittelfinger schob der diesmal eine ganze Frucht in seinen Mund und der Japaner schloss großzügig die Lippen darum damit sie seiner Position wegen nicht herunterfiel. Heero schob seine Zunge zwischen Finger, die nach Kirsche schmeckten, löste das glatte, ovale Kleinod und dirigierte es zur Seite. Er hatte Trowas Atmen kaum merklich stocken hören und beschlossen das das Essen warten konnte. Zuerst saugte und leckte er jedes Quäntchen Kirschsaft von den allmählich zitternden Fingern.
Viel zu schnell war nichts mehr davon übrig und Heero zog den Kopf zurück um sich der Kirsche witmen zu können. Allerdings ließ Trowa nicht locker, ließ die Spitze seines Zeigefingers auf den unteren Scheidezähnen so das Heero die Kiefer nicht richtig schließen konnte. Und schließlich beißt man nicht die Hand die einen füttert!
\"Sssch\", machte er, \"langsam!\" Seine Stimme klang etwas rauh und tatsächlich räusperte er sich bevor er weiter sprach. \"Nicht einfach zerkauen. Genieß es!\"
Heero schnaubte. Genieß es... Fein, dann eben langsam essen. Er manövrierte die Kirsche zwischen seine Zähne und schloss betont gemächlich die Kiefer darum. Er fühlte wie die Außenhaut der Frucht ein wenig nachgab und dann platze sie, nicht unter seinen Zähnen sondern gegen die Seite seiner Zunge, auf und ein Schwall frischen Saftes flutete seine Geschmacksnerven. Keine Kirsche, sondern eine Weintraube. Süß und kühl und fruchtig. Heero stöhnte.
Am Rande fühlte er wie die Matraze neben ihm sich hob, hörte Schritte ums Bett gehen.
Der Japaner schluckte gierig den ersten Schwall Saft zusammen mit einem kleinen Bündel Kerne. Dann schob er die Traube mit der Zunge zum Gaumen und riss die Haut, nur mit der Zungenspitze, weiter auf, betastete das feste Fruchtfleisch und zerdrückte es nach und nach.
Haut streifte an seiner nackten Schulter entlang und dann senkte sich die Matraze unter Trowas Gewicht.
Heero kaute hastig und schluckte den kläglichen Rest der Frucht. Mit einem kurzen \"Hey!\" machte er auf sich aufmerksam und öffnete erneut lediglich fordert den Mund.
\"Lass mich raten\", erklang Trowas sonore Stimme von irgendwo nicht weit über Heeros Ohr. Der Japaner konnte geradezu hören wie er in gutmütiger Resignation ob Heeros nicht vorhandener Manieren den Kopf schüttelte. Eine weitere ganze Frucht fiel auf Heeros Mundwinkel. Er zuckte zusammen, schnappte aber zu als sie zwischen seine Zähne rollte. Ein triumphierendes Grinsen auf den Lippen betastete er die Frucht, schob sie hin und her. Eine Kirsche, und das nicht nur der Form nach, denn er konnte es schmecken ohne sie zerbissen zu haben. Die Außenhaut war etwas unebener, da waren Einbuchtungen an zwei gegenüberliegenden Seiten und ein Loch wo einmal der Stiel gesessen hatte. Heero zwang seine Zungespitze ins Innere der Kirsche, riss die Haut an den Rändern auf, befühlte das samtige, fasrige und weiche Fleisch. Deshalb war da ein Loch: Kein Kern.
Etwas klickte und seine Hände rutschen aus den Fesseln aufs Bett. Trowa lehnte sich nach hinten und das ließ Heero erkennen es das Knie des Franzosen war, was leicht gegen sein rechtes Schultergelenk stieß.
Heero kaute geistesabwesend weiter als Trowa sich über ihn beugte und die Spur klebigen Kirschsaftes vom Nacken abwärts von seinem Rücken leckte. Angenehmes Schaudern ließ Gänsehaut über seine Arme und Beine kriechen. Er wand das Gesicht dem Bett zu, legte die linke Hand unter seine Stirn und an den kühlen Fingern fühlte sich die Haut dort brennend heiß an. Irrwitziger Weise kreuzte der Gedanke, das Trowas Zunge sich wie die perfekte Mischung aus Tauben- und Kirschfruchtfleisch anfühlte, seinen Verstand. Nicht glatt sondern samtig, aber kein Bißchen weich sondern herrlich fest.
Trowas Rechte stützte sich immer stärker links neben Heeros Hüfte aufs Bett je weiter seine Zunge den Weg der Kirsche rückwärts wanderte. Und im selben Maße wuchs Heeros Erregung. Sein Atem wurde schwerer, sein Herz schlug rasend und er fühlte wie sachte prickelnd Schweiß seine Haut zu bedecken begann.
Etwa in der Mitte seiner linken Pobacke hielt Trowa inne und richtete sich ein wenig auf. Das mußte die Stelle sein an der er angesetzt hatte noch bevor Heero aufgewacht war. Er fühlte durch die Bewegungen der Matraze ebenso wie er hörte das Trowa mit irgendetwas hantierte. Dann kehrte er erstaunlich exakt wieder in seine Ausgangspsition zurück. Einen Moment passierte nichts, dann landete eine kühler Tropfen in Heeros Lendenwirbelbereich und schließlich eine ganze Serie entlang seines Rückrades. Wieder setzte Trowa nahe des Halses an und leckte, im Gegensatz zu vorher nun in kurzen Zügen, sorgfältig den Pfad auf.
Mit Trowas Zunge irgendwo in der Mitte des Weges war Heero gezwungen das Becken leicht anzuheben um seine inzwischen quälend harte Errektion in eine bequemere Lage zu bringen. Dabei verliefen die Tropfen, rannen zu beiden Seiten und, Schreck lass nach, über seine Wirbelsäule Richtung Nacken davon, vermischte sich mit Trowas Speichel und seinem eigenen Schweiß.
Heero fühlte wie Trowa sich aufrichtete, hörte ihn leise seufzen, und ließ mit einem schicksalsergebenen Stöhnen sein Becken auf Bett sinken. Trowa tätschelte sanft seinen Hinterkopf und verteilte kleine Küsse auf seinen Schulterblättern bevor er dazwischen neu ansetzte um Heero vom klebrigen Saft zu befreien. Auch bog er hin und wieder vom geraden Weg ab um die Spuren der Tropfen, die an den Seiten herunter gelaufen und ins Lacken gesickert waren, weitestmöglich zu beseitigen. Heero harrte geduldig der Dinge die noch kommen mochten, fast erleichtert darüber das sich seine Erregung nicht weiter ins Schmerzhafte steigerte sondern in ein konstantes, rythmisches Pochen überging, welches sich gut eine Weile aushalten ließ.
Junge, damit hätten sie schon viel früher anfangen sollen. So wäre er gern in diesem langweiligen Zirkuswohnwagen aufgewacht. Außerdem hätte es die Reise zu Noventas Anverwandten wesentlich aufgelockert und den Tripp in die Arktis erheblich vergnüglicher gestaltet. Vom Gefängnis ganz zu Schweigen...
Das Fehlen von Trowas Zunge auf seinem Rücken ließ ihn aufmerken. Die Hand, die bis eben neben seiner Hüfte gewesen war, zog ihm unzeremoniell die Augenbinde vom Gesicht und warf sie dem Geräusch nach auf den Boden. Heero kümmerte sich nicht weiter darum. Er mußte irgendwann im Verlauf der Ereignisse die Augen geschlossen haben und beließ es dabei. Er brauchte sie im Moment ohnehin nicht. Trowa schien es ebenfalls als etwas Belangloses zu betrachten, denn er wittmete sich übergangslos wieder den Früchten und Heero. Er richtete sich auf bis sein gesamtes Gewicht auf dem Knie bei Heeros rechter Schulter und der Hand, die zurück bei seiner linken Hüfte war, lastete.
Abermals tröpfelte Saft auf Heeros Haut, von den Lendenwirbeln aus legte sich eine Spur über seine rechte Pobacke und...
Heero riss beide Arme nach oben, klammerte sich an Trowas Oberschenkel, vergrub die Nase zwischen seinem Arm und Trowas Bein. Sein Gesicht und die Ohren waren schlagartig feuerheiß. Trowa kicherte übermütig.
\"Kluger Junge\", lobte er und zog das andere Knie an bis es an Heeros rechter Seite gegen den Brustkorb stieß.
Heero wimmerte kurz auf als Trowas Lippen seine Haut berührten. Ein dicker Kloß bildete sich in seinem Hals und er keuchte schwer weil er das Gefühl hatte der Druck schnüre ihm die Luft ab. Sein Herz schlug mit einer Wucht gegen seine Rippen als versuchte es sie von innen zu zertrümmern und sein Hals, Gesicht und Ohren brannten in einer Mischung aus Verlegenheit und Vorfreude. Heero spürte seine Beine mit jedem Zentimeter den Trowas Zunge vorwärts wanderte weiter auseinander rutschen. Oh Gott. Oh Gott, oh Gott.
Dann schob sich Trowas Linke unter Heeros Hüfte und hob sein Becken ein Stück an. Der Franzose richtete sich etwas weiter auf und lehnte sich nach vorn ohne von den Saftresten abzulassen. Seine Hand wanderte weiter unter Heeros Bauch und hörte erst auf ihn anzuheben als er halbwegs sicher kniete. Oh Gottohgottohgottooohh...
Ohne Vorwarnung glitt Trowas Zunge in den Spalt zwischen Heeros Pobacken und was in den Gedanken des Japanerns noch annähernd Worte waren entwand sich als jämmerliches Winseln seiner Kehle. Sein Atem setzte ganz aus als die Zungenspitze gegen den verborgenen Muskelring stieß und er war nahe daran zu hyperventilieren als sie sich nur einen Millimeter in ihn schob. Trowa verlagerte abermals sein Gewicht um mehr Halt zu haben, zog das linke Knie näher zu Heeros Beinen, ließ ihm das andere aber zum Festhalten an Ort und Stelle. Die Finger unter Heeros Bauch kraulten träge die Härchen um die Wurzel seines Gliedes und Heero fühlte seine Erregung zucken. Vor seinen Augen tanzten Sterne und seine Lungen schriehen nach Sauerstoff.
Trowas Zunge setzte ihren Weg fort, über die Unterseite seiner Hoden, und in Heero zog sich alles zusammen als Zähne die Zunge ablösten, die ungeheuer empfindliche Haut reizten und sachte bissen. Bevor er wußte was er tat biss Heero ebenfalls zu, schlug seine Zähne in Trowas Oberschenkel. Der Franzose zuckte erschrocken zurück, entspannte sich aber schnell und platzierte einen beschwichtigenden Kuss auf Heero Schenkel.
Er zögerte einen Moment, als dächte er über etwas nach, dann waren die Lippen zurück auf Heeros Schenkel, so nah an seinen Hoden wie möglich, und er saugte begeistert. Nun war es Heero, der sich ein Kichern nicht verkneifen konnte. Er schüttelte den Kopf so gut es seine Lage zuließ. Das war so was von schräg!
Immer mal wieder legte Trowa Pausen ein, leckte den Speichel von Heeros Bein und begutachtete offenbar seine Fortschritte. Es dauerte eine Weile bis er zufrieden war und von dem geschundenen Fleck abließ.
Heeros Atmung hatte sich derweil beruhigt, so weit das den Umständen entsprechend möglich war, und seine Verlegenheit war so weit zurück gegangen das sich nur noch seine Wangen heiß anfühlten. Sogar sein Griff um Trowas Bein hatte sich merklich gelockert.
Diese Tatsache war an Trowa nicht verloren. Er zog sein Bein ganz aus Heeros Umarmung und neben das andere. Die stützende Hand, ehemals neben Heeros Hüfte derzeit bei seinem Knie, drückte sein Rückrad nach unten, die Hand die ihn gerade noch gekrault hatte packte Heeros rechtes Bein und Trowa attackierte seine Hoden erneut. Seine Zähne hatten kaum Heeros Haut berührt als er in einer überwältigenden Mischung aus Schreck und Lust, und mit einem erstickten Quieken, kam.
Trowas Griffe lösten sich und Heero ließ sich einfach zur Seite fallen, streckte sich auf den kühlen Lacken aus und blieb stoßweise atmend ein paar Sekunden liegen. Das war schlicht zu viel.
Blinzelnd öffente er schließlich die Augen. Es war nicht so hell wie er befürchtet hatte. Nur eine Lampe weit hinten im Raum spendete gedämpft oranges Licht. Er rieb sich die Lider und blinzelte wieder einige Male schnell hintereinander. Dabei fiel sein Blick endlich auf Trowa, der sich die ganze Zeit nicht gerührt hatte. Er kniete immernoch nahe des Bettrandes und sein Blick lag forschend auf Heero. Er war nackt und offensichtlich erregter als es sein beherrschtes Verhalten hatte ahnen lassen. Im Zusammenspiel von Licht und Schatten sah Heero jeden Muskel dieses göttlichen Körpers besser als bei Tageslicht je möglich wäre. Seine ganze Gestalt war athletischer, kräftiger als Heero vermutet hätte. Seine Haut glänzte verschwitzt in einem tiefen Goldton und seine Haare verdeckten wie üblich eines der smaragdgrünen Augen.
Heero hob die Hand und strich fast andächtig über die harten Bauchmuskeln. Sie zuckten unter seinen Fingern. Sein Blick glitt unwillkürlich davon ab zur Seite und fand eine Schale mit schwarzen und hellen Kugeln. Das er die Hand dabei sinken ließ merkte er erst als sein Daumen gegen etwas Heißes, Festes stieß und Trowa zurückschreckte.
Er wand den Kopf zu Trowa und sah das dieser seinem Blick offenbar zur Früchteschale gefolgt war. Deshalb hatte ihn die Berührung erschreckt. Der Franzose lächelte und Heero konnte nicht umhin zu registrieren das er erleichtert wirkte, warum auch immer. Trowa rückte näher an Heero, setzte sich und stellte die Schüssel zwischen seine Oberschenkel damit sie nicht kippte. Heero stämmte sich hoch, stützte sich mit beiden Armen nach hinten ab und öffnete den Mund.
Trowa kicherte. \"Spielst du immernoch Küken?\" Dann warf er eine Taube und Heero schnappte mühelos zu.
\"Warum ändern was funktioniert?\" meinte der Japaner schulterzuckend.
Aber entgegen seiner Aussage setzte er sich doch ganz auf, nahm sich eine Kirsche, zerbiss sie, kaute schnell unter Trowas mißbilligendem Blick. Dann legte er den Kopf nach vorn, sodas der Saft zwischen seine Schneidezähne lief, und schluckte den festen Rest. Er stürzte sich, ungeachtet der Schale, auf Trowa, drückte ihn auf Bett und küsste ihn überschwenglich, wobei der rote Saft in Trowas Mund und über sein Gesicht floss. Breit grinsend, und wegen des Überraschungsangriffs mächtig stolz auf sich selbst, griff er sich gleichzeitig eine Handvoll Früchte und presste sie über Trowas Erregung aus. Der Franzose stöhnte in den Kuss. Heero klatschte die Überbleibsel in die Schale zurück und stellte sie mit einer Hand zur Seite während die andere Trowas Brust unten hielt.
Aus dem Augenwinkel sah er das Trowa den Kopf hob und ihn beobachtete. Er rieb die safttriefende Hand kurz aber vermutlich schmerzhaft grob über das Glied des Größeren, was diesen aufjaulen ließ, bevor er begann alles eingehend zu säubern. Er leckte an der Unterseite entlang nach oben, umschloss die Spitze flüchtig mit den Lippen. Und nur mit den Lippen fassend wischte er den Saft von der Oberseite ab, ließ die Zunge über die Wurzel schnellen und leckte an einer Seite wieder aufwärts. Trowa schauderte.
Heero war beeindruckt von soviel Selbstbeherrschung. Er fasste mit der tropfnassen Hand nach Trowas Hoden, drückte sie zwischen seiner Handfläche und drei verbleibenden Fingern während er den Mittelfinger in Trowa versenkte. Seine Zunge fuhr genußvoll (hehe) über den Spalt in der Spitze von Trowas Erregung bevor er selbige übergangslos ganz schluckte. Ein weltvergessenes Gurgeln zeigte Heero das sein Finger gefunden hatte wonach er suchte. Er brachte seine Kehle zum arbeiten, fühlte Trowas Glied gegen Zunge und Gaumen zucken, und einen Schwall Flüssigkeit in seinen Hals schießen.
Heero lehnte sich zurück, schnappte nach Luft und räusperte sich heftig. Er rutschte ein Stück weg, legte den Kopf auf die Seite und betrachtete den Jungen. Trowa zitterte, sein Glied lag auf seinem Bauch, die Beine leicht gespreizt. Er hatte die Augen fest geschlossen, atmete bemüht gleichmäßig und beide Hände waren um das Brett am Fußende des Bettes gekrampft.
Heero wischte seine Hand am Laken ab weil der trocknende Saft sie klebrig werden ließ und fischte mit der freien ein paar Früchte aus der Schale. Eine Kirsche hielt er über Trowas Lippen und drückte gerade genug damit sich in Tropfen löste. Ohne das sich seine Augen öffneten, was Heero gewarnt hätte, schoss sein Kopf hoch und er schnappte mit den Zähnen die Kirsche samt Heeros Fingern. Erst als er die sicher hatte blinzelte er und erst als eine seiner Hände Heeros festhielt ließ er von den Fingern ab.
Mit einem Ruck zog er Heero zu sich, in einen Kuss so schwelgend, träge und verzehrend das Heero beinahe augenblicklich hineinschmolz. Unter dem Kirscharoma konnte er allmählich Trowa schmecken. Er legte einen Arm um seinen Hals, lehnte sich gegen ihn bis er praktisch rittlinks auf seinem Bein saß. Trowa ließ sein Handgelenk los, schloss beide Arme um seine Hüften und Rücken, und lehnte sich mit ihm nach vorn. Der Geruch der Früchte stieg wieder in Heeros Nase als sein Kopf neben der Schale aufs Kissen gebettet wurde.
Eine von Trowas Händen verschwand, hantierte in der Schale. Die andere war auf seinen Bauch gerutscht und der Daumen streichelte phlegmatisch um seinen Nabel.
Heero saugte an Trowas Unterlippe als die ersten, nicht mehr so kühlen, Tropfen auf seine neu entstehende Erregung fielen. Und wieder glitten seine Beine ganz von selbst auseinander, obwohl sein Magen sich zusammenzog vor Schreck.
\"Gute Ideen sollte man ausbauen\", kommentierte Trowa verschmitzt während die zweite Handvoll Früchtebrei mit einem Klatschen in der Schale landete. Heero fühlte Trowas Finger in sich, legte eine Hand in den Nacken des Größeren und kraulte versonnen. Er schloss die Augen als die vom Saft rot gefärbte Hand sich neben ihm aufs Bett stützte, hob das Becken etwas an. Seine andere Hand strich von Trowas Seite über seinen Rücken und blieb auf seinem Hintern ruhen als der Franzose in ihn eindrang. Die Hand auf Heeros Bauch verschwand und stattdessen hielt der Arm seine Taille umschlossen.
Trowa zog sich zurück und stieß vor, immer wieder in einer endlosen, geschmeidigen Bewegung. Kein Bruch in seinen Bewegungsfluss, kein Schwanken oder Zögern.
Es war unglaublich. Selbst die Berührungen dieses Punktes in Heero kamen nicht stoßweise sondern in einem konstanten, sanften Streicheln das die Sterne vor seinen Augen zu Galaxien wachsen ließ. Trowa leckte über seine Lippen und Heero öffnete völlig automatisch den Mund, erwiderte den Kuss als hätte er einen Schalter betätigt.
Der Druck von Lust und Vergnügen baute sich nur langsam in seinen Lenden auf, aber die Erlösung kam gewaltig. Es passierte so plötzlich und war ein solch krasser Kontrast zum zeitlosen Genuss vorher das Heero diesmal tatsächlich aufschrie. Sein Rückrad bog sich Trowa entgegen, jeder Muskel in ihm kontraktierte. Seine Finger krallten sich in Trowas Haut und sein Körper drängte sich zitternd intensiver gegen den HeavyArms-Piloten. Er fühlte Trowa Stocken. Aus verhaltenem Keuchen wurde hemmungsloses Stöhnen. Ein Beben flutete durch seinen Körper und er ließ sich auf Heero sinken. Schwer atmend schlang er den freien Arm auch noch um Heero, vergrub die Nase in den Haaren den Japaners und seufzte tief bevor er flüsterte: \"Tut mir leid.\"
Heero begann wieder seinen Nacken zu kraulen und mit dem Daumen der anderen Hand streichelte er geistesabwesend über Trowas Hintern. Er nahm die Entschuldigung nickend zur Kenntnis, mehr nicht, und Trowa drückte ihn noch fester an sich.
\"Was jetzt?\" murmelte er zwischen Heeros Haare und das Kissen.
Heero zuckte mit den Schultern. \"Mehr?\"
Ende
-soi
Als Heero das Schlafzimmer betrat war es als liefe er gegen eine Wand. Trockene Hitze machte das
Atmen schwer und er fühlte wie die kühlen Wassertropfen, die noch von der Dusche eben seine Haut bedeckten, beinahe augenblicklich verdunsteten.
Der Japaner hatte sich nicht die Mühe gemacht sich abzutrocknen, geschweige denn etwas anzuziehen. Es war zu heiß. Zu heiß um sich zu bewegen, zu heiß zum Sprechen, zu heiß zum Denken. Seit Tagen war er müde, konnte aber der unerträglichen Wärme wegen nicht schlafen. Inzwischen fühlte er sich ständig wie leicht betrunken, seltsam dumpf. Sein Hirn und seine Muskeln wurden stetig träger je höher die Temperaturen kletterten.
Heeros Blick streifte die leuchtende Digitalanzeige an Duos Wecker -13:09- und er erklärte den Tag für beendet.
Er hätte sich ins Bett geworfen und in den Schlaf gelangweilt, aber schon der Gedanke an weiche, und unglücklicherweise warme, Baumwollkissen und -decken ließ auch den kläglichen Rest der Kühlung, die die Dusche gebracht hatte, verschwinden.
Mit einem langen Leidensseufzer ging er zum Fenster. Nein, er war weiß Gott kein Freund solcher Hitzewellen. Sie brachten ihn völlig aus den Gleichgewicht und er konnte nur hoffen das er nicht zu einer Mission würde aufbrechen müssen. Es hatte durchaus seine Gründe weshalb Duo an seiner statt Wufeis Partner auf der derzeit laufenden war. Heero war bei diesen Temperaturen schlicht nicht zu gebrauchen.
Er setzte sich auf den Schreibtisch vorm Fenster, schaute Quatre zu, der im Pool vor dem Haus seine Bahnen zog.
Die glatt lackierte Oberfläche des Tisches klebte unangenehm an der Haut von Schenkeln und Hintern, aber sie war wunderbar kühl. Er rutschte weiter darauf bis die Tischkante in seine Kniekehlen drückte, legte sich ganz hin und verschränkte die Arme unterm Kopf. Herrliche Kälte.
Heero schloss die Augen, atmete tief durch. Scheiß Sommer, scheiß Sonne, scheiß Hitze. Er konnte Quatres Planschen sowohl gedämpft durchs geschlossene Fenster als auch von der Zimmertür her hören. Sämtliche Türen im Haus, inkusive der zum Garten, standen sperrangelweit offen um soviel Durchzug wie irgendmöglich zu gewehrleisten. Im Moment, bei völliger Windstille und ungehindert knallender Mittagssonne, nicht wirklich hilfreich.
Er gähnte. Von irgendwo im Haus war Geklapper zu hören. Vermutlich die Küche. Wie kann man bei der Wärme nur ans Essen denken? Noch ein Gähnen und Heero schlief endlich ein.
Etwas lag schwer auf seinem Gesicht, über seinen Augen, und als er sie öffnete blieb es dunkel und er fühlte seine Wimpern an diesem Etwas entlag streifen. Er konnte sich nicht bewegen, teils weil seine Haut über die ganze Länge seines Körpers an der Unterlage klebte, teils weil Hand- und Fußgelenke fest mit selbiger verbunden schienen.
Heero glitt nur schwerlich aus dem Halbschlaf, war aber schließlich schlagartig wach als er spürte wie etwas an der Innenseite seines Oberschenkels entlang strich. Und plötzlich traf es ihn wie ein Schlag: Seine Arme waren über Kreuz über seinem Kopf gefesselt, statt in seine Kniekehlen drückte die Tischkante gegen seinen Hintern und seine Füße waren links und rechts jeweils an den Tischbeinen festgebunden, was seine Beine auseinander und in einen unbequemen Winkel zwang.
Der Japaner zischte auf vor Schreck und das Streicheln stoppte abrupt. Gerade als er ansetzte zu fragen was vor sich ging, presste sich mit einem Ruck ein Körper gegen ihn. Rauer Jeansstoff rieb unangenehm gegen seine Lenden, starke Hände packten sein Becken und drückten ihn noch zusätzlich dagegen. Jemand legte sich mit seinem ganzen Gewicht auf ihn und bevor er wußte wie ihm geschah hatten weiche Lippen jeden Laut erstickt und eine Zunge schob sich grob in seinen Mund.
Heero war durchaus klar, das dieser Kuss nichts weiter als ein nonverbales \'Halt die Klappe\' war und doch fühlte er sich gut an, langsam, fast träge, und es war als würde er in diese Berührung hineinschmelzen. Aber nicht lange und seine Lungen begannen vom Sauerstoffmangel, der bei seinem hektischen Atmen viel zu schnell und gewaltig zuschlug, zu schmerzen. Er schnappte nach Luft, versuchte sich wegzuschieben oder wenigstens den Kopf zu drehen. Selbst das wurde durch die Lage seiner Arme verhindert.
Dann ging alles recht schnell. Eine Hand löste sich von seinem Becken. Finger schoben sich ungeduldig zwischen ihre Körper. Immernoch bewegte sich die fremde Zunge schleppend in seinem Mund. Heero hörte einen Reißverschluß. Stoff streifte an seinen Lenden entlang. Für einen Sekundenbruchteil schoß die leichte Berührung kühlen Metalls an seinem Hoden wie ein Stromschlag durch seinen überhitzten Körper. Es raschelte und irgendwo zwischen all dem Rascheln und Streifen und Streicheln drückte plötzlich etwas gegen seinen Eingang. Einen Moment hielten beide Hände sein Becken. Der Kuss löste sich, aber einen tiefen Atemzug später presste sich eine glitschige Hand auf seinen Mund als sich das Glied in ihn drängte, ganz und gar schmerzlos -scheinbar hatte er sich viel Zeit genommen als Heero so komatös tief geschlafen hatte- aber so heiß das selbst Heeros fiebriger Körper den Kontrast wahrnahm. Der Japaner wimmerte unwillkürlich, versuchte erneut sich von der unerträglichen Wärme wegzuschieben. Der Griff um sein Becken und seinen Mund wurde fester, drückte ihn unerbittlich gegen die harte, glatte Tischplatte. Der fremde Körper begann sich zu bewegen. Es fühlte sich an als steige mit jedem ausgiebigen aber heftigen Stoß die Temperatur im Raum. Sein Rücken brannte wie Feuer weil jede Bewegung an der, am lackierten Tisch klebenden, Haut riss. Unter der Augenbinde presste Heero die Lider so fest zu das blutrote Blitze durch die Dunkelheit zuckten. Er bekam keine Luft mehr, versuchte wieder den Kopf zu drehen um die Hand abzuschütteln. Und diesmal lockerte sich der Halt. Heero keuchte, ohne von den Aktivitäten in seiner Lendengegend noch etwas wahrzunehmen. Es war zu heiß, zu schwer zu atmen. Alles drehte sich. Ihm wurde schwindlig und in seinem Kopf hämmerte es dumpf.
Dann hatte er das überwältigende Gefühl zu fallen und es wurde still.
2
Er tat es nicht bewußt, wollte es nicht einmal tun. Es war wie ein Reflex, unausweichlich, zwangsläufig und ganz gegen seinen Willen: Heero blinzelte.
Automatisch hielt er beide Hände vor die Augen. Es war nicht hell, objektiv betrachtet, aber definitiv viel zu hell für sein noch immer leicht benommenes und sehr subjektives Wahrnehmungsvermögen. Er rieb sich die Augen, blitzelte noch einmal und brachte langsam den Willen auf wach zu werden.
Er lag auf seinem Bett, kühles Satin unter sich. Er ließ eine Hand auf seinen Bauch fallen und bemerkte das er Shorts trug.
Heero schnaubte genervt und überlegte, in einem Anflug traumgeschüttelten Sarkasmuses, wie und wo er wohl als nächstes Aufwachen würde. Er erhob sich vorsichtig, immer darauf gefasst von einer Kopfschmerzattacke oder einem Schwindelanfall überwältigt zu werden. Dabei fiel etwas Nasses, Weiches von seiner Stirn auf seine Hand. Instinktiv schüttelte er es ab und hörte es nahe der Badtür auf den Boden klatschen. Ein wassergetränktes Tuch. Er schloss die Augen, atmete tief durch und...
\"Hey! Endlich wach?!\"
... zuckte zusammen.
Duo trat aus dem Badezimmer, breit grinsend, und sein Blick schweifte kurz über Heeros Körper bevor er auf seinem Gesicht zur Ruhe kam.
\"Ihr seit schon zurück?\" Heero massierte seine Schläfen um die zitternden Hände zu beschäftigen.
\"Schon? Wir sind seit Stunden wieder hier, mate.\" Der Amerikaner wand sich zurück, pflückte mit Daumen und Zeigefinger das Tuch vom Boden. \"So dankt mans mir\", murmelte er vor sich hin, gerade laut genug damit Heero es auch garantiert hörte.
\"Du hast mit den Lappen aufs Gesicht gelegt?\"
\"Jep. Und nicht nur das. Was hat dich geritten es dir auf dem Tisch bequem zu machen? Halbnackt? Junge, du mußt echt verzweifelt gewesen sein.\"
Heeros zog die Augenbrauen zusammen. \"Du hast mich ins Bett gebracht?\"
Duo nickte. Er warf den Lappen von der Tür aus ins Waschbecken. \"Dein Rücken ist knallrot und...\", mit einer flinken Bewegung war er vor Heero und legte ihm eine Hand auf seine, die andere auf die eigene Stirn, \"...du hast immernoch Fieber. Vielleicht solltest du dich mal durchchecken lassen. Das du nich unbedingt ein Fan großer Hitzewellen bist weiß ich, aber diesmal is es echt\'n bißchen sehr heftig.\"
Heero nickte stumm und Duo gab sich damit zufrieden, wand sich ab und ging zum Fenster. Heeros Augen folgte ihm unabsichtlich.
\"Guck dir die Wasserratte an\", kicherte der Amerikaner. \"Keine OZ-Armee würde Quatre heute länger als für eine Malzeit aus dem Wasser kriegen. Versuch doch das mal!\"
Aber Heero hatte bereits fluchartig das Zimmer verlassen. Sein Blick hatte den Tisch gefunden und eine Fieberwelle war wie Lava durch seinen Körper geschwappt, hatte seine Lungen zusammengepresst.
Heero schüttelte den Kopf, atmete tief durch. Auch wenn es nicht ungewöhnlich war das Träume ihn mitnahmen, so war dies doch der erste Sextraum auf den das zutraf...
Heero ging in die Küche. Er hatte plötzlich ungeheuren Durst.
Im Kühlschrank fand er noch eine einsame Flasche Mineralwasser und setzte sich damit an den Tisch. Heero ließ sich gegen die Rücklehne sinken und murrte leise als ein leichtes Ziehen signalisierte wie überempfindlich seine Haut noch war. Allerdings wich er nicht zurück sondern wartete bis das Ziehen nachließ, rutschte dann tiefer in den Stuhl und wartete wieder. Das Spielchen wiederholte er solange bis er es halbwegs bequem hatte und den Hinterkopf, wenn er ihn in den Nacken legte, ansatzweise auf der Lehne ablegen konnte. Er wechselte die Flasche in die rechte Hand weil die linke bereits von der Kälte schmerzte.
Heero schloss abermals die Augen. Er war nicht im Mindesten mehr müde, aber wach zu sein störte ihn im Moment ebenfalls. Ganz bewußt versuchte er seine Gedanken von dieser Sache, diesem Traum, wegzulenken, tüftelte an einem Computerprogarmm, grübelte ob er wegen seiner extremen Reaktion auf die herrschende Wärme nicht doch zu J fahren sollte.
Die Wasserflasche samt Hand wurde angehoben und an seine Stirn gelegt bevor Heero reagieren konnte und als er es gekonnte hätte tat er es nicht, blieb auf dem Stuhl liegen und hielt die Flasche wohin sie dirigiert worden war. Hinter sich hörte er in einer Ecke etwas klappern, dann zischen. Dann wurde eine wesentlich kleinere und wärmere Flasche in seine freie Hand gedrückt.
\"Vielleicht sollte ich mich wirklich durchchecken lassen. Es ist schlimmer diesmal.\"
\"Kein Wunder. Wenn es heiß ist soll man warm duschen und trinken, damit der Körper die Kühlmechanismen ankurbelt.\" Am Kopfende des Tischen, unmittelbar neben Heero, kratzte der Stuhl über den Boden und Trowa setzte sich bevor er fortfuhr. \"Eiswasser von innen und außen hat den gegenteiligen Effekt. Nicht das dir das nicht bereits gesagt worden wäre.\"
\"Von dir, ich weiß. Vortrag unnötig. Bin gestraft genug, findest du nicht?!\"
\"Wenn du schon fragst...\"
\"Auch wieder unter den Lebenden.\" Heero öffnete die Augen rechtzeitig um Wufeis Blick über seinen Oberkörper gleiten zu sehen als der die Küche betrat. Dann richtete der Chinese seine Aufmerksamkeit auf Trowa. \"Plant Winner in nächster Zeit das Becken zu verlassen oder sollten wir Fischfutter besorgen?\"
\"Er hat sich was zu Essen ge-...\"
Heero schaltete sich geistig aus den Gespräch aus. Er konnte sich nicht dazu bringen der Sache eine negative Bedeutung beizumessen, dachte er unbeabsichtigt als hätte er die ganze Zeit über nichts anderes getan. Heeros bester Beweis dafür, das es nichts als ein außergewöhnlich lebhafter Traum gewesen war, war das er sich nicht im Mindesten schlecht, geschweige denn mißbraucht, fühlte. Er hatte nicht eine Sekunde Gefahr gespürt oder Angst vor eventuellen Schmerzen gehabt. Das Schlimmste war die Hitze gewesen, die seine Gedanken so beherrschte, das nichts anderes darin Platz gehabt hatte. Aber so war es schließlich schon seit Tagen, seit gestern im Speziellen, egal ob wach oder schlafend.
Finger schnippten vor seiner Nase.
\"Hn?\" Heero schaute direkt in Wufeis Gesicht, der ihm nun gegenüber saß und ihn abwartend betrachtete.
\"Guten Morgen\", Wufei grinste schief. \"Ich sagte, es scheint kühl zu werden. Vielleicht kannst du dir langsam wieder was anziehen.\"
Du trägst immernoch nur Shorts... Heeros Blick wanderte automatisch zu seiner Körpermitte. Duos Shorts... Es mußten Duos sein, er selbst besaß so Kurze, Enge nicht. Genauso wenig wie Satinbettwäsche, ganz nebenbei. Gut, darüber sollte er bei Gelegenheit nachdenken, aber nicht ausgerechnet jetzt. Von den Shorts, die nicht seine waren und der Bettwäsche die nicht seine war, rutschte seine Aufmerksamkeit zur kleineren der Wasserflaschen in seiner Linken. Er stellte die große, kalte Flasche ab und trank aus der kleineren die Hälfte auf Ex. Seufzend stand er auf und machte sich auf den Weg nach oben.
Tatsächlich wurde es in dieser Nacht kühler und doch ging es Heero keinen Deut besser als er aufwachte. Es war heiß und stickig, und das Erste was er wahrnahm war der Geruch von Moder und Staub in widerlich trockener Luft. Das Nächste war ein fürchterliches Kribbeln in seinen Unterschenkeln. Heero schüttelte benommen den Kopf, spannte und entspannte Muskel für Muskel. Das Ergebnis war nicht unbedingt ermutigend. Er kniete auf einem Stuhl, daher das Kribbeln, seine Beine begannen unter seinem Gewicht einzuschlafen. Sein Körper war leicht nach rechts geneigt, gegen die Rücklehne des Stuhls. Seine Hände waren hinter seinem Rücken zusammen gebunden. Sein Oberkörper lag auf einem Tisch und seine Shorts und das Shirt waren verschwunden. Nicht zu vergessen das ihm abermals eine Augenbinde die Sicht nahm.
Vier fingerkuppengroße Flächen beißender Kälte auf seinem Rücken ließen seinen Atem stocken. Eine warme, trockene Hand legte sich auf seine Schulter, während die Flächen zu einer zusammenschmolzen.
Die schmerzhafte Kälte wurde schnell angenehm kühl als eine Hand das, was offenbar gekühltes Gel war, über seinen Rücken zu verteilen begann.
Heero entspannte sich. Das Gefühl wie die geschundene, überempfindliche Haut allmählich leicht betäubt wurde war zu herrlich. Seufzend verlagerte er sein Gewicht weiter auf den Tisch um seine Beine etwas zu entlasten und verfolgte wie das Kribbeln nachließ.
Die Hand verschwand von seiner Schulter und sein Entführer (er war absolut sicher das dies nicht sein Zimmer war, womit diese Bezeichnung gerechtfertigt wäre) benutzte beide Hände synchron, massierte seinen Nacken und die Schultern, strich vorsichtig über den krebsroten Teil seines Rückens, streichelte flüchtig seine Seiten.
Dieser Geruch, er kannte diesen Geruch. Heero atmete tief ein, versuchte unter Staub und Moder den Menschen zu erschnuppern. Heero schloss unter der Binde die Augen, konzentrierte sich auf die behutsamen Berührungen der starken Hände und verfluchte die ätherischen Dämpfe, die dem Gel entwichen. Da war dieser Duft, der Heero an Wald erinnerte, an einen kleinen Raum, an Schmerz und Ruhe. Aber auch an Kälte. Aus irgendeinem Grund assoziierte er diesen Geruch, diesen Menschen, mit Sicherheit.
Diese Erkenntnis in ihrer, für seinen jetzigen Zustand ungewöhnlichen, Klarheit brachte ihn dazu sich ohne zu Überlegen aufzusetzen. Das überraschte sein Gegenüber so, das der Junge die Hände wie nach einem Stromschlag wegriss, einen Satz rückwärts machte. Nicht schnell genug, denn Heeros Rücken stieß gegen seinen nackten Unterarme, den ebenfalls unbekleideten Bauch und das jeansbedeckte Becken, und verteilte Glibberzeug darauf.
Heero wand den gesenkten Kopf ein Stück weit nach hinten als könne er den sicherlich erschrockenen Ausdruck im Gesicht seines Entführers sehen und ein freches Grinsen stahl sich unwillkürlich auf seine Züge. Wenn das hier real war, und wenn er ehrlich war hatte er diese Möglichkeit inzwischen durchaus entfernt in Betracht gezogen, dann war der Junge einer seiner Freunde. Wenn es einer seiner Freunde war, Gundampilot mit Reflexen wie ein Kater auf Speed, dann mußte Heero, nackt und gefesselt, der personifizierte Konzenrationsbruch sein. Hehe.
Eine Diele knarrte. Ein muskulöser Arm schob sich zwischen Heero und die Stuhllehne, und drängte den Japaner zum Aufstehen. Widerwillig setzte er einen nackten Fuß nach dem anderen auf den schmutzigen, rauen Holzboden, hörte wie der Stuhl ein Stück vom Tisch weggezogen wurde. Seine Knie wurden weich unter der plötzlichen Belastung und ein schmerzhafter Druck durchschoss seine Waden.
Hinter ihm erklang das Geräusch eines Reißverschlusses und Heero wußte Er entledigte sich seiner Hose.
Seine, Heeros, Beine zitterten so stark, das der Andere es sehen mußte und als sich eine trocken gewischte Hand auf seine Hüfte legte dachte er einen Augenblick lang sie würde etwas Halt bieten. Stattdessen rutschte sie weiter nach vorn, über seinen Bauch nach unten und griff grob nach seinem Glied. Heero jaulte auf vor Schmerz.
Von der anderen Seite umfasste eine Hand sein Kinn, drehte seinen Kopf nach hinten. Die inzwischen nicht mehr völlig unbekannte Zunge leckte genüsslich über seine Lippen bevor sie sich dazwischen schob. Noch einer dieser \'Halt die Klappe\'-Küsse. Diesmal öffnete Heero den Mund, denn wenn er sich an etwas erinnerte, dann an diese langsame, schwelgende und gerade durch ihre Trägheit seltsam gierige, verzehrende Art zu Küssen. Doch je mehr er sich darin verlor, desto krasser war der Kontrast zu den fast gehetzten, rauen Bewegungen dieser Hand über Heeros entstehende Erregung und dem schmerzhaft festen Griff um sein Kinn.
Als das Ziehen in seinen Lenden ihn dazu brachte in den Kuss zu stöhnen stoppte abrupt jede Bewegung. Heero konnte nicht so schnell denken, wie der Kuss sich in Nichts auflöste, die Hand sein Kinn entließ und dafür seinen Nacken griff und sein Oberkörper auf den Tisch gedrückt wurde. Heero keuchte erschrocken als seine Brust mit genug Wucht auf der Holzplatte landete um die Luft aus seinen Lungen zu pressen.
Die Hand um sein Glied blieb, quälend fest und bewegungslos. Heero spürte die Hitze und das rasende Pulsieren seines Blutes in diesem starken Griff. Jedesmal wenn er versuchte sich zu bewegen, sich selbst in der stur verharrenden Hand vor oder zurück zu schieben, verstärkte sein Entführer den Druck und Heero hatte Mühe nicht einfach in die Knie zu gehen. Er zerrte an den Fesseln um seine Handgelenke, weiche Fesseln, die beim letzten Mal keine Spuren hinterlassen hatten. Diesmal würden Male bleiben. Wenn es real war würden Abdrücke, Blutergüsse bleiben.
Der Junge trat unvermittelt ganz hinter ihn und seine Erregung stieß gegen Heeros Hintern. Eines seiner Beine schob sich zwischen Heeros und drängte sie weiter auseinander. Mit der freien Hand drückte er Heeros Rückrad nach unten, hob sein Becken an. Dann stützte er sich neben dem Japaner auf dem Tisch ab, beugte sich über ihn. Mühelos positionierte er sich so, das die Spitze seiner Erregung gegen Heeros Muskelring stieß. Heero fühlte den Druck obwohl seine Sinne auf den eiserenen Griff um sein eigenes Glied fokusiert waren.
Sein Körper hatte längst die Kontrolle über seinen Verstand übernommen. Heero keuchte leise während er noch einmal versuchte sich in der Hand zu bewegen. Wie auch zuvor schon versuchte er mit einem Ruck aus der Umklammerung zu kommen, aber diesmal, anders als zuvor, wurde der Griff nicht stärker sondern sein Entführer ließ locker und Heero pfählte sich, unvorbereitet und mit einem Stoß, selbst auf die Erregung seines Gegenübers. Er biss die Zähne zusammen, hörte den Jungen hinter sich aufstöhnen. Diese Stimme... Es war zum verrückt werden. Wie den Geruch kannte er sie zweifellos, aber sein Verstand verweigerte die Mitarbeit. Und dann begann Er sich zu bewegen und Heero war es egal wer er war oder wo er war oder ob es real war. Alles verschwamm in einer Sensation aus Kribbeln und Ziehen, Vergnügen und Schmerz. Die Hand war wieder an seiner Erregung, glitschig und vom Gel kühler, und Heero konnte nur knapp einen Aufschrei unterdrücken, gab ein kurzes Wimmern von sich. Hinter ihm keuchte der Junge im Rhythmus seiner Stöße, war so nah das Heero seinen Atem im Nacken spürte.
Dann hielt er inne und Heero hörte sich selbst unwillig murren, drückte sich stärker gegen ihn. Der Andere richtete sich auf, nahm die stützende Hand vom Tisch und schlang den Arm um Heeros Taille, zog diesen ebenfalls in eine stehende Position. Er lehnte seinen Kopf für einen Moment an Heeros, küsste flüchtig seinen Hals. Als nächstes fühlte der Japaner wie er nach hinten gezogen wurde, gehen sollte ohne das sein Entführer sich aus ihm zurück gezogen hatte. Dieser schlang auch den anderen Arm noch um ihn und Heero war in einem Anflug von Sadismus versucht einfach zu warten bis er \"Komm\" oder \"Mach schon\" sagen und das Geheimnis lüften würde. Anderseits bestand die Möglichkeit das er sich entweder einfach zurückziehen und die Sache beendete oder ungeduldig und grob werden könnte.
Wieder signalisierte der Druck der Arme was der Junge von ihm wollte und nun folgte Heero, ließ sich ein paar Schritte nach hinten dirigieren und versuchte angestrengt nicht daran zu denken wie ungeheuer dämlich diese Aktion aussehen mochte.
Und plötzlich ließ der Junge sich rückwärts fallen und zog ihn mit. Heero schrie auf als er im Schoß seines Entführers landete, dessen Glied mit Hilfe der Schwerkraft tiefer als zuvor in ihn gerammt. Seine Beine rutschen von allein zu beiden Seiten derer des Jungen und stießen an gepolsterte Armlehnen.
Einige Sekunden saßen sie nur da bis etwas klapperte und sich unvermittelte die Fesseln um seine Handgelenkte lösten. Heero nahm nur insofern Notiz davon, als das er sich nun mit beiden Händen vor sich auf den Knien des Anderen abstützten konnte.
Wieder umschloss eine Hand Heeros Erregung, die andere griff sein Becken, wobei der Daumen sanft über soviel Haut streichelte wie irgend erreichbar war, und beide weckten in Heero den unwiderstehlichen Drang sich zu bewegen. Und das tat er. Das Kribbeln, das durch seinen Körper floss, sich in seinen Lenden sammelte, war so unerträglich gut und heiß und klar.
Heero wußte er würde schreien hätte seine Stimme nicht inzwischen schlicht den Geist aufgegeben, so aber war es wenig mehr als ein Winseln, das er von sich gab als die Welle des Orgasmus ihn förmlich wegspülte.
Heero fühlte das er nach hinten fiel, auf einem warmen, durchtrainierten Körper zum Liegen kam, dass ihn abermals starke Arme festhielten und für einen Sekundenbruchteil wußte er ohne Zweifel wer ihn hielt, bei wem er sich, ganz unbewußt, sicher fühlte. Er wußte es, bis die Wärme und Anstrengung ihren Tribut forderten und ihn in einen ohnmachtsgleichen Schlaf schickten.
3
Es war ein ereignisloser Tag, der folgte. Heero verbrachte die eine Hälfte davon vor dem Computer, wobei er immer wieder geistesabwesend mit einer Hand über die blassblauen Fesselabdrücke um das Gelenk der jeweils anderen rieb, und spielte in der anderen Hälfte Basketball mit Duo. Die Geschehnisse der vorigen Nacht ließ er davon nur zu gern aus seinem Gedächtnis verbannen. Und das funktionierte hervorragend bis zum Abend.
Als es draußen zum Spielen zu dunkel wurde, nahm Duo schließlich den Ball unter den Arm und sie sprinteten zwei Stufen auf einmal nehmend die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Schon auf dem Weg von der Zimmer- zur Badtür entledigte sich Duo seines Shirts, der Schuhe und Socken und war mit einem breiten Grinsen und kurzem Triumphschrei als Erster beim Bad. Das Grinsen verschwand auch nicht als er sich noch einmal umdrehte und meinte: \"Es ist Platz genug für zwei.\"
Heero, der mitten im Raum stehen geblieben war als er Duo ins Bad hechten sah und der gerade mißbilligend an seinem verschwitzen Shirt zupfte, sah auf.
\"Hn?\"
Amüsiert schnaubend lehnte der Amerikaner sich gegen den Türrahmen, eine Hand neben seinem Gesicht an der Rahmenkante die Andere an der Tür, und deutete mit einem leichten Schwung seiner Kopfes hinter sich.
Sie hatten längst aufgehört das Bad ausschließlich jeder für sich zu nutzen. Anfangs weil ihnen vor Terminen die Zeit oft zu knapp wurde um auf Privatssphäre zu bestehen, inzwischen beinahe schon aus Gewohnheit. Warum auch nicht, sie waren beide Jungs und wieso sich nicht die Zähne putzen während der andere duscht? Gemeinsam duschen war allerdings etwas völlig Neues und gänzlich anders, und eben das deutete Duo gerade an.
\"Komm schon.\" Duo stieß sich vom Rahmen ab, streifte die Trainingsshorts von seinen Beinen, wobei er ein paar kleine Hüpfer machte. Als nächstes flog der Slip in eine Ecke und er wand sich wieder Heero zu als er nach seinem Zopf angelte und die geflochtenen Stränge löste. Er verdrehte die Augen.
\"Werd dir schon nich zu nahe kommen...\", murmelte er und stieg in die Badewanne.
Erst jetzt regte sich Heero, folgte dem Amerikaner ins Bad. Das Wasser begann zu rauschen und Duo schraubte an den Reglern herum. Heero schlüpfte aus seinen Klamotten, warf diese in die Ecke zu Duos Sachen und folgte ihm.
Duo hatte derweil seine Idealtemperatur fürs Wasser gefunden und ließ es mit genießend geschlossenen Augen über seine Haare fließen bis sie ganz durchnässt waren. Dann wechselten sie und während Duo Shampoo in seine üppige Mähne massierte seifte Heero sich ein und spülte den Schaum von seinem Körper. Wieder ein Wechsel damit Duo sein Haar vom Shampoo befreien und Heero das Seine, inzwischen ebenfalls nass, damit einschäumen konnte. Ein erneuter Tausch um Heeros Haare auszuspülen und Zeit für Duo das Duschgel über sich zu verteilen.
Bei jedem Wechsel, bei dem sie sich so nah waren das ihre Körper schräg seitlich von den Knien bis zur Schulter aneinander entlang schliffen, hörte Heero Duo tief Luftholen. Beim letzten Mal tat er es ihm gleich, aber alles was er wahrnahm war Honigshampoo überlagert von fruchtigem Duschgel, der Geruch der ihnen beiden anhaftete. Er kannte Duos eigenen Geruch, vom Basketball, von Missionen oder schlicht weil sie eben ein Zimmer teilten. Nicht der selbe, schoss es ihm durch den Kopf. Es war nicht dieser Geruch letzte Nacht oder tags zuvor. Wäre es Duo gewesen wäre es Heero, wenn schon nicht am Tag in ihrem Zimmer dann doch zumindest nachts zwischen Staub und Moder, aufgefallen.
Heero wurde aus den Gedanken gerissen als Duos Glied, glitschig vom Duschgel und gänzlich unerrigiert, gegen seinen Oberschenkel stieß. Der Amerikaner wich instinktiv zurück und geriet dabei ins Straucheln. Heero packte seine Schultern um ihn zu stabilisieren, zog ihn dabei wieder näher zu sich. Beide entließen gleichzeitig den vor Schreck angehaltenen Atmen und der Lufthauch fühlte sich kühl an, als er über Heeros feuchtes Schlüsselbein strich. Heero fühlte Duos Glied jetzt mehr als vorher an seinem Schenkel und konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen. Der Blick mit dem Duo ihn bedachte wechselte schnell von verwirrt zu erkennend, dann kicherte er ebenfalls. Mit einem Laut spielerischen Verzweiflung ob der Ironie der Situation, ließ er seine Stirn gegen Heeros Schulter fallen.
\"Vergiß was ich gesagt hab.\" Er murmelte ohne den Kopf zu heben und sein Lächeln schwang in seiner Stimme mit. Heero kicherte wieder, lauter diesmal, weniger wegen Duos Kommentar als vielmehr wegen seiner Hand, die sich auf seine Taille legte und von dort sachte kitzelnd auf seinen Rücken. Normalerweise hätte er keinen Ton von sich gegeben, aber im Moment war er entspannt genug solche Reaktionen zuzulassen. Er ließ sich bereitwillig zurück unter den Wasserstrahl schieben. Erst dort hob Duo den Kopf wieder, sah ihn schief grinsend an. Bei ihrer kleinen Kollision war Duschgel von Duos Körper auf Heeros gekommen und wurde nun vom Wasser fort gespült.
Erst jetzt fiel Heero auf das seine Hände noch immer auf Duos Schultern lagen. Er war kleiner als Heero, kaum merklich und vermutlich nur noch bis zu seinem nächsten Wachstumsschub, denn schlußendlich würde Duo Heero überragen. Noch aber war er, Heero, etwas größer. Kleiner als ich und deshalb kleiner als ... Er.
\"Sag\", begann Heero und zögerte etwas verlegen bevor er fortfuhr, \"hast du ... mich angezogen oder meine Bettwäsche gewechselt gestern?\"
Duo sah ihn ratlos, mit einer hochgezogenen Augenbraue an. \"Ehm... nein. Ich mein, ich hab mich schon gewundert warum du plötzlich meine Klamotten trägst, aber ich dachte der Stoff wäre bei Hitze vielleicht angehmer - was er mit Sicherheit auch ist, ganz nebenbei - und wann hast du mich das letzte Mal etwas tun sehen das auch nur im Ansatz mit Hausarbeit zutun hatte.\" Er grinste breit, wurde aber wieder ernster als er sah wie Heeros Stirn sich in Falten legte.
Der Japaner nickte. \"Mhm, dacht mir sowas...\"
\"Alles ok?\" Jetzt klang er besorgt und Heero lächelte ihn beruhigend an.
\"Ja, ich hab mich eben nur gefragt...\"
\"Wenn dus nicht warst und ichs nicht war\", fiel ihm der Amerikaner ins Wort und nickte verstehend. \"Frag doch die Anderen, Trowa und Quatre waren die ganze Zeit da und Fei eine halbe Stunde vor mir. Bin in nen Stau geraten. Hab ich dir das überhaupt erzählt?\" Heero beging den Fehler ehrlich den Kopf zu schütteln. \"Dieser Vollidiot von einem Truckfahrer hatte...\"
Gute zwei Stunden später saßen sie beide auf der Couch im Wohnzimmer, Trowa und Wufei in den Sesseln links und rechts von ihnen, und sahen fern. Mit federnden Schritten hörte Heero Quatre die Treppe herunter hüpfen bevor er in einer schwungvollen Drehung, wobei er sich mit einer Hand am Türrahmen festhielt, den Raum betrat.
\"Hab Kühlgel gefunden\", verkündete er mit Blick auf Heero und Duo. Letzterer nickte lächelnd und zuckte mit den Schultern als er Heeros Augen auf sich ruhen fühlte und sich diesem zuwand. Heero war nicht unbedingt begeistert, das Duo jemand anderem von seinem lädierten Rücken erzählt hatte.
Quatre stellte die erstaunlich große Dose auf den Tisch und durchkämmte mit den Fingern seine vom Waschen feuchten Haare. Noch bevor Duo oder Heero nach der Gel greifen konnten hatte Wufei es sich geschnappt und inspizierte es sorgsam.
\"Hm...\" machte er fachmännisch und schüttelte dann den Kopf. \"Ich hab Besseres. Das hier is reine Chemie.\" Dann sah er Heero strafend an. \"Hättest du was gesagt... Warte hier.\"
Und schon war er mit samt der Salbe verschwunden.
Heero sah mit einer hochgezogenen Augenbraue zu Duo, Duo schaute gespielt enttäuscht zu Quatre, der es gewagt hatte ihnen Ungesundes anzubieten. Der Blonde zuckte entschuldigend mit den Schultern bevor er in ein breites Grinsen verfiel, das Duo und Heero ansteckte.
Wufei war schnell wieder da. Er wedelte ungeduldig mit der Hand Richtung Heero und dieser verstand, zog sein Hemd aus, drehte ihm den Rücken zu als sich der Chinese zu ihm auf die Couch setzte. Er hörte ihn hinter sich hantieren und spürte dann eine kühle Hand auf seinem Rücken. Sehr vorsichtig, aber mit der Sorgfalt eines geborenen Perfektionisten kremte Wufei Heeros wunde Haut ein.
Der Japaner ließ die Schultern locker, drückte das Rückrad Wufeis Hand entgegen und ließ den Kopf nach vorn fallen. Es fühlte sich wundervoll an und der Geruch der Kräuter war so frisch und rein als hätte der Chinese sie eben erst von der Wiese geholt.
Wufei nahm angesichts dieses wortlosen Lobes die zweite Hand dazu und verstärkte den Druck. Heero seufzte dankbar und hätte vor lauter Genuß gar nicht mitbekommen wie Trowa aufstand und ging, hätte dieser nicht in der Tür halt gemacht und ihn angesprochen. \"Läuft dein Computer, Heero?\"
\"Mhmmm\", machte der Japaner in einem Ton der unverholen zeigte das er sich gestört fühlte.
Dem Geräusch nach beanspruchte Quatre Trowas Sessel nun für sich und schaltete, unter Duos Anleitung, durch die Kanäle.
Als Wufeis Streichen allmählich in eine professionell anmutende Massage überging warf Heero einen erstaunten Blick über seine Schulter. Der Chinese fing ihn auf und verdrehte die Augen.
\"Ja, ich kann sogar richtig umgänglich sein\", flüsterte er zu leise als das die anderen beiden es hätten hören können. Zur Antwort lehnte sich Heero stärker in Wufeis Hände und hörte und fühlte dessen belustigtes Schnauben gleichermaßen. Es war ein langsames, ausgiebiges Kneten und Heeros Gedanken schweiften unwillkürlich zur letzten Nacht zurück. Er verglich ohne es bewußt darauf anzulegen. Wufeis Griffe und Streichen waren auf angenehme Art fester, weniger zärtlich, was der Massage zu gute kam, sinnlicher Stimmung aber eher abträglich war. Auch schnupperte Heero unauffällig, was aber nicht viel brachte da diese Kräuter ungleich stärker rochen als die Salbe (vermutlich die die Quatre eben gebracht) die Er letzte Nacht benutzt hatte. Ja, er war nun sicher es war real und konnte kaum glauben das er es trotz all der Beweise für das Gegenteil solange geschafft hatte sich an die Traumtheorie zu klammern. Andererseits findet man sich nicht jeden Tag von einem seiner Freunde auf *diese* Weise überwältigt wieder. Möglicherweise hatte sein Geist ihm Zeit gegeben sich klar zu werden was er eigentlich davon hielt. So ganz klar war ihm das allerdings noch immer nicht.
Es dauerte lange bis Wufei signalisierte, das es genug war. Heero nickte ergeben und straffte die Schultern. Er tippte Duo an, der in seiner Ecke der Couch nach Heeros Hemd tastete, es fand und seinem Besitzer reichte ohne den Blick ansatzweise vom Fernseher zu lösen.
Heero zog das Hemd über, machte sich nicht die Mühe es zuzuknöpfen und legte eine Hand auf Wufeis Bein um ihn vom Aufstehen abzuhalten. Der Chinese hatte die Cremedose zugeschraubt und abgestellt, und war gerade dabei sich die Hände an seinem Top abzuwischen. Er sah Heero fragend an und dieser bedeutete ihm mit einer Handbewegung sich umzudrehen. Mehr war nicht nötig. Wufei zog das Top aus und Heero konnte sehen wie er seine Muskeln in Schultern, Nacken und Rücken bewußt entspannte. Heero legte beide Hände in die Mitte seines Rückens. Glatte, weiche Haut unter den Fingern strich er fest mit kreisenden Bewegungen nach oben zu den Schultern, platzierte die Daumen zu beiden Seiten der Wirbelsäule und begann langsam und ausgiebig zu kneten. Heero ließ sich von Wufei leiten, fuhr fort mit dem was er tat wenn der Chinese leise seufzte, änderte Druck oder Richtung wenn die Muskeln unter seinen Händen zuckten.
Und wieder war es Trowa, der Heeros innere Harmonie störte.
\"Wir haben eine Mission. Einbruch in ein Gebäude und einen Hauptcomputer, inklusive Zerstörung des internen Netzwerks.\"
Heero sah auf und fand Trowas Blick auf sich gerichtet. Er hörte wie Duo sich in die Couch zurückfallen ließ und stöhnte. \"Ich geh nich, bin grad erst wiedergekommen.\"
\"Ditto\", war Wufeis einziger Kommentar, bevor er sich in Heeros Hände lehnte um ihn zum Fortfahren aufzufordern.
\"Heero is doch soweit wieder ok. Oder Heero?\" Ohne die Augen von Trowa zu wenden nickte er, mehr konditionierter Reflex als tatsächliche Antwort. Er hätte auch mit einer blutenden Schusswunde genickt. Trowas Mundwinkel zuckten bei diesem Anblick im Ansatz eines wissenden Grinsens. \"Dann wär das geklärt. Trowa, du begleitest ihn. Sollte Heero unter der Hitze zusammenbrechen kannst du ihn besser rausschaffen als ich\", sagte Quatre bestimmt.
Heero fühlte wie er rot wurde und war froh das bis auf den Fernseher keine Lichtquelle im Zimmer ihn verriet. Er kam sich schrecklich schwach vor, war im Moment mehr Sicherheitsrisiko als Hilfe.
Er sah Trowa nicken und sich abwenden. Der Franzose verließ ohne Eile den Raum und seine Schritte hallten durch den Flur als er die Treppe wieder hinauf ging. Wenn Heero richtig schätzte war er etwa auf halbem Wege oben als ein herrisches \"Sofort!\" den Japaner rief.
Erst jetzt nahm er die Hände von Wufeis Hüften. Mag ja sein das Heero eher Last als Gewinn war für diese Mission, aber das war nicht seine Schuld und kein Grund ihn anzugiften.
Natürlich hatte das Gebäude eine Kimaanlage gehabt, aber deshalb ging es Heero nicht besser. Im Gegenteil, denn nun wußte er das es diesmal nicht einfach seine übliche Sensibilität was Hitze betraf war, sondern das mit ihm selbst etwas nicht stimmen konnte. Ihm war immernoch heiß und er fühlte sich immernoch schwindelig und dumpf, und phasenweise war ihm übel.
Als er das interne Netzwerk vom Internet getrennt hatte und gerade dabei war den vernichtenden Virus ins System zu entlassen, war ihm so übel geworden, das er mitten in einem Code aufgesprungen und zur nächsten Toilette gerannt war. Gut nur, das sie auf ihrem Weg hinein daran vorbei gekommen waren. Immerhin ging es ihm im Nachhinein gut genug die Mission abzuschließen.
Im Auto leerte er gierig die Wasserflasche. Allerdings nur so lange bis der Franzose sie ihm zum zweiten Mal wegriss. Heero schüttelte den Kopf. Komischer Kauz. Erst drückt er ihm die Flasche noch vor ihrer Abfahrt in die Hand und als Heero drei Viertel davon wegschlürft noch bevor der Franzose ums Auto gelaufen ist, nimmt er sie ihm fassungslos wieder weg noch bevor er sich in den Sitz fallen lässt. Murrt irgendwas von \'lange Fahrt\' und \'für später aufheben\'. Und nun wieder. Heero, vom Übergeben ernstlich mitgenommen, schnappt sich dankbar den Wasserrest und gibt, wenn auch nur sich selbst gegenüber, zu das Trowa recht hatte und als nächstes läuft ihm ein guter Teil des kostbaren Nass über Kinn und Shirt weil sein Partner abermals das erfrischende Vergnügen wortlos und ruckartig beendet.
\"Was soll das denn?\", verlangte der Japaner sauer zu wissen. \"Du erzählst mir doch ständig ich sollte mehr Wasser trinken.\"
Trowa seuftze. \"Ja... Ich dachte nur...\"
Heero lehnte sich gegen den Rahmen der offenen Autotür. Als Trowa nicht weitersprach schüttelte er den Kopf: \"Duo meint ich sollte J das checken lassen und langsam stimme ich ihm zu. Seit gestern Nacht sind die Temperaturen kontinuierlich gefallen und trotzdem...\"
Trowa hatte ihn besorgt gemustert als er sprach und nickte nun verständnisvoll.
\"Zu J\", murmelte er schließlich abwesend und sein Blick fiel auf die leere Wasserflasche in seiner Hand. \"Natürlich.\"
Dann schien ihm etwas einzufallen und er sprach lauter, wandte sich wieder an Heero. \"Wir suchen uns ein Hotel für diese Nacht und fahren morgen auf dem Heimweg bei J vorbei.\" Er ging ein paar Schritte zum nächsten Mülleimer und entsorgte die Flasche. \"Das spart uns ein gutes Stück Weg.\"
\"Ok, aber wir sollten das gleich erledigen.\"
Kopfschütteln. \"Ich bin zu müde um die ganze Strecke zu fahren und du bist kaum in der Lage mich abzulösen.\" Er lächelte beschwichtigend. \"Es konnte doch keiner ahnen das es dir wieder schlechter gehen würde.\" Auf Heeros Blick hin, der seinen Widerwillen offen kund tat, deutete Trowa mit einer Kopfbewegung zum Beifahrersitz während er um die Motorhaube bog. \"Steig schon ein!\"
Heero wartete im Wagen während Trowa sich um ein Zimmer in einem gar nicht mal so kleinen Hotel kümmerte, das für den Geschmack des Wing-Piloten noch entschieden zu nahe an ihrem Auftragsort lag.
Dank einer weiteren Welle Schwindelgefühl mußte Heero sich dann praktisch von dem Franzosen aufs Zimmer tragen lassen. Zuerst hatte er nur den Arm um die Schultern des Größeren gelegt, aber dann wurde ihm plötzlich heiß und er fühlte sich als hätte er einen Marathonlauf hinter sich, keuchte und spürte seine Beine unter sich wegknicken. Er wurde aufgefangen, umfangen, und angehoben. Trowa drückte Heero an sich um seine Händen anders platzieren zu können ohne ihn dabei fallen zu lassen.
Heero war soviel Nähe unangenehm, zu warm wenn einem heiß war, zu eng wenn man schwer atmen konnte, und er versuchte instinktiv sich wegzudrücken. Trowa griff fester zu und als dem Japaner die Welt um ihn entglitt war das Letzte was er hörte, ganz nah an seinem Ohr, ein leises \"Tut mir leid.\"
Und dieses Mal, als Heero aufwachte, war ihm nicht heiß. Im Gegenteil, im ersten Moment fröstelte er und eine leichte Gänsehaut überzog seine Arme und Beine. Es brauchte eine Weile bis er merkte das dieses leichte Frösteln das Resultat einer Berührung war. Etwas Kühles, Weiches zog eine feuchte Spur von der Höhe seiner Taille an aufwärts über seinen Rücken. Heero seufzte sehr langsam und leise um den geschwungenen Lauf der samtigen Kälte nicht zu stören.
Die angenehme Behäbigeit der Bewegung gab Heero außer dem rar gewordenen Gefühl erträglicher Temperatur auch Gelegenheit sich ein Bild von seiner Position zu machen. Leicht war festzustellen das er auf dem Bauch lag, das seine Augen verbunden und seine Hände abermals auf seinem Rücken gefesselt waren. Schwieriger gestaltete es sich herauszufinden wo das Bett, in dem er sich zur Abwechsung ausstreckte, stand. Kein Geruch oder Geräusch gab Aufschluß bis Heero sich daran erinnerte wie er eigentlich eingeschlafen war. Die Mission, Hitze und Übelkeit, das Hotel... Trowa.
Natürlich Trowa, wer sonst? Heero hätte sich die Hand gegen die Stirn geschlagen hätte das Metall um seine Gelenke es zugelassen. Metall diesmal, keine weichen Fesseln. Nachdem Heero letztes Mal erfolgreich bemüht gewesen war selbst dafür zu sorgen das Spuren bleiben, hielt er es wohl nun nicht mehr für nötig vorsichtig zu sein.
Die samtig kühle Berührung verschwand. Ein erneutes Seufzen, diesmal deutlicher weil es ganz von selbst kam bevor er ihm Einhalt gebieten konnte, stoppte abrupt als der feuchte Samt plötzlich auf seinen Lippen lag. Und jetzt konnte er riechen was es war. Er sog den Duft tief ein und öffenete den Mund, stieß mit der Zungenspitze dagegen und geleitete es hinein. Inzwischen von seinem eigenen Körper erwärmt erfüllte eine Mischung aus Kirsche und Salz seinen Mund. Heero kaute um den letzten Rest Saft, der nicht an seinem Rücken klebte, aus der halben Frucht zu quetschen. Eine süß säuerliche Übermacht löschte die Erinnerung das jedes salzige Aufblitzen aus.
Heero hatte gar nicht gemerkt wie ausgetrocknet er sich fühlte bis der Saft ihm in die Kehle lief. Trotzdem, da war noch was: \"Warum...? Woher...?\" krächzte er und unterbrach sich selbst. Erste denken, dann reden.
\"Willst du *jetzt* Erklärungen?\" Heero hörte den nachsichtig belehrenden Ton, der klang als spräche er mit einem ungeduldigen Kind, und das amüstierte, zweifellos siegessichere Grinsen. War diese Stimme schon immer so dunkel gewesen? Warum war ihm das nie aufgefallen? Gegenfrage: Warum sollte es ihm aufgefallen sein? Wer achtet bei seinen Freunden schon auf sowas?
Heero schluckte den Fruchtbrei zu dem er die Kirsche derweil verarbeitet hatte und öffnete den Mund als stumme Aufforderung. Nun fühlte er das Trowa sich bewegte, zuerst minimal von ihm weg, dann lehnte er sich weit über ihn bis Heero die Wärme seines Körpers am Rücken spüren konnte. Zwischen Zeige- und Mittelfinger schob der diesmal eine ganze Frucht in seinen Mund und der Japaner schloss großzügig die Lippen darum damit sie seiner Position wegen nicht herunterfiel. Heero schob seine Zunge zwischen Finger, die nach Kirsche schmeckten, löste das glatte, ovale Kleinod und dirigierte es zur Seite. Er hatte Trowas Atmen kaum merklich stocken hören und beschlossen das das Essen warten konnte. Zuerst saugte und leckte er jedes Quäntchen Kirschsaft von den allmählich zitternden Fingern.
Viel zu schnell war nichts mehr davon übrig und Heero zog den Kopf zurück um sich der Kirsche witmen zu können. Allerdings ließ Trowa nicht locker, ließ die Spitze seines Zeigefingers auf den unteren Scheidezähnen so das Heero die Kiefer nicht richtig schließen konnte. Und schließlich beißt man nicht die Hand die einen füttert!
\"Sssch\", machte er, \"langsam!\" Seine Stimme klang etwas rauh und tatsächlich räusperte er sich bevor er weiter sprach. \"Nicht einfach zerkauen. Genieß es!\"
Heero schnaubte. Genieß es... Fein, dann eben langsam essen. Er manövrierte die Kirsche zwischen seine Zähne und schloss betont gemächlich die Kiefer darum. Er fühlte wie die Außenhaut der Frucht ein wenig nachgab und dann platze sie, nicht unter seinen Zähnen sondern gegen die Seite seiner Zunge, auf und ein Schwall frischen Saftes flutete seine Geschmacksnerven. Keine Kirsche, sondern eine Weintraube. Süß und kühl und fruchtig. Heero stöhnte.
Am Rande fühlte er wie die Matraze neben ihm sich hob, hörte Schritte ums Bett gehen.
Der Japaner schluckte gierig den ersten Schwall Saft zusammen mit einem kleinen Bündel Kerne. Dann schob er die Traube mit der Zunge zum Gaumen und riss die Haut, nur mit der Zungenspitze, weiter auf, betastete das feste Fruchtfleisch und zerdrückte es nach und nach.
Haut streifte an seiner nackten Schulter entlang und dann senkte sich die Matraze unter Trowas Gewicht.
Heero kaute hastig und schluckte den kläglichen Rest der Frucht. Mit einem kurzen \"Hey!\" machte er auf sich aufmerksam und öffnete erneut lediglich fordert den Mund.
\"Lass mich raten\", erklang Trowas sonore Stimme von irgendwo nicht weit über Heeros Ohr. Der Japaner konnte geradezu hören wie er in gutmütiger Resignation ob Heeros nicht vorhandener Manieren den Kopf schüttelte. Eine weitere ganze Frucht fiel auf Heeros Mundwinkel. Er zuckte zusammen, schnappte aber zu als sie zwischen seine Zähne rollte. Ein triumphierendes Grinsen auf den Lippen betastete er die Frucht, schob sie hin und her. Eine Kirsche, und das nicht nur der Form nach, denn er konnte es schmecken ohne sie zerbissen zu haben. Die Außenhaut war etwas unebener, da waren Einbuchtungen an zwei gegenüberliegenden Seiten und ein Loch wo einmal der Stiel gesessen hatte. Heero zwang seine Zungespitze ins Innere der Kirsche, riss die Haut an den Rändern auf, befühlte das samtige, fasrige und weiche Fleisch. Deshalb war da ein Loch: Kein Kern.
Etwas klickte und seine Hände rutschen aus den Fesseln aufs Bett. Trowa lehnte sich nach hinten und das ließ Heero erkennen es das Knie des Franzosen war, was leicht gegen sein rechtes Schultergelenk stieß.
Heero kaute geistesabwesend weiter als Trowa sich über ihn beugte und die Spur klebigen Kirschsaftes vom Nacken abwärts von seinem Rücken leckte. Angenehmes Schaudern ließ Gänsehaut über seine Arme und Beine kriechen. Er wand das Gesicht dem Bett zu, legte die linke Hand unter seine Stirn und an den kühlen Fingern fühlte sich die Haut dort brennend heiß an. Irrwitziger Weise kreuzte der Gedanke, das Trowas Zunge sich wie die perfekte Mischung aus Tauben- und Kirschfruchtfleisch anfühlte, seinen Verstand. Nicht glatt sondern samtig, aber kein Bißchen weich sondern herrlich fest.
Trowas Rechte stützte sich immer stärker links neben Heeros Hüfte aufs Bett je weiter seine Zunge den Weg der Kirsche rückwärts wanderte. Und im selben Maße wuchs Heeros Erregung. Sein Atem wurde schwerer, sein Herz schlug rasend und er fühlte wie sachte prickelnd Schweiß seine Haut zu bedecken begann.
Etwa in der Mitte seiner linken Pobacke hielt Trowa inne und richtete sich ein wenig auf. Das mußte die Stelle sein an der er angesetzt hatte noch bevor Heero aufgewacht war. Er fühlte durch die Bewegungen der Matraze ebenso wie er hörte das Trowa mit irgendetwas hantierte. Dann kehrte er erstaunlich exakt wieder in seine Ausgangspsition zurück. Einen Moment passierte nichts, dann landete eine kühler Tropfen in Heeros Lendenwirbelbereich und schließlich eine ganze Serie entlang seines Rückrades. Wieder setzte Trowa nahe des Halses an und leckte, im Gegensatz zu vorher nun in kurzen Zügen, sorgfältig den Pfad auf.
Mit Trowas Zunge irgendwo in der Mitte des Weges war Heero gezwungen das Becken leicht anzuheben um seine inzwischen quälend harte Errektion in eine bequemere Lage zu bringen. Dabei verliefen die Tropfen, rannen zu beiden Seiten und, Schreck lass nach, über seine Wirbelsäule Richtung Nacken davon, vermischte sich mit Trowas Speichel und seinem eigenen Schweiß.
Heero fühlte wie Trowa sich aufrichtete, hörte ihn leise seufzen, und ließ mit einem schicksalsergebenen Stöhnen sein Becken auf Bett sinken. Trowa tätschelte sanft seinen Hinterkopf und verteilte kleine Küsse auf seinen Schulterblättern bevor er dazwischen neu ansetzte um Heero vom klebrigen Saft zu befreien. Auch bog er hin und wieder vom geraden Weg ab um die Spuren der Tropfen, die an den Seiten herunter gelaufen und ins Lacken gesickert waren, weitestmöglich zu beseitigen. Heero harrte geduldig der Dinge die noch kommen mochten, fast erleichtert darüber das sich seine Erregung nicht weiter ins Schmerzhafte steigerte sondern in ein konstantes, rythmisches Pochen überging, welches sich gut eine Weile aushalten ließ.
Junge, damit hätten sie schon viel früher anfangen sollen. So wäre er gern in diesem langweiligen Zirkuswohnwagen aufgewacht. Außerdem hätte es die Reise zu Noventas Anverwandten wesentlich aufgelockert und den Tripp in die Arktis erheblich vergnüglicher gestaltet. Vom Gefängnis ganz zu Schweigen...
Das Fehlen von Trowas Zunge auf seinem Rücken ließ ihn aufmerken. Die Hand, die bis eben neben seiner Hüfte gewesen war, zog ihm unzeremoniell die Augenbinde vom Gesicht und warf sie dem Geräusch nach auf den Boden. Heero kümmerte sich nicht weiter darum. Er mußte irgendwann im Verlauf der Ereignisse die Augen geschlossen haben und beließ es dabei. Er brauchte sie im Moment ohnehin nicht. Trowa schien es ebenfalls als etwas Belangloses zu betrachten, denn er wittmete sich übergangslos wieder den Früchten und Heero. Er richtete sich auf bis sein gesamtes Gewicht auf dem Knie bei Heeros rechter Schulter und der Hand, die zurück bei seiner linken Hüfte war, lastete.
Abermals tröpfelte Saft auf Heeros Haut, von den Lendenwirbeln aus legte sich eine Spur über seine rechte Pobacke und...
Heero riss beide Arme nach oben, klammerte sich an Trowas Oberschenkel, vergrub die Nase zwischen seinem Arm und Trowas Bein. Sein Gesicht und die Ohren waren schlagartig feuerheiß. Trowa kicherte übermütig.
\"Kluger Junge\", lobte er und zog das andere Knie an bis es an Heeros rechter Seite gegen den Brustkorb stieß.
Heero wimmerte kurz auf als Trowas Lippen seine Haut berührten. Ein dicker Kloß bildete sich in seinem Hals und er keuchte schwer weil er das Gefühl hatte der Druck schnüre ihm die Luft ab. Sein Herz schlug mit einer Wucht gegen seine Rippen als versuchte es sie von innen zu zertrümmern und sein Hals, Gesicht und Ohren brannten in einer Mischung aus Verlegenheit und Vorfreude. Heero spürte seine Beine mit jedem Zentimeter den Trowas Zunge vorwärts wanderte weiter auseinander rutschen. Oh Gott. Oh Gott, oh Gott.
Dann schob sich Trowas Linke unter Heeros Hüfte und hob sein Becken ein Stück an. Der Franzose richtete sich etwas weiter auf und lehnte sich nach vorn ohne von den Saftresten abzulassen. Seine Hand wanderte weiter unter Heeros Bauch und hörte erst auf ihn anzuheben als er halbwegs sicher kniete. Oh Gottohgottohgottooohh...
Ohne Vorwarnung glitt Trowas Zunge in den Spalt zwischen Heeros Pobacken und was in den Gedanken des Japanerns noch annähernd Worte waren entwand sich als jämmerliches Winseln seiner Kehle. Sein Atem setzte ganz aus als die Zungenspitze gegen den verborgenen Muskelring stieß und er war nahe daran zu hyperventilieren als sie sich nur einen Millimeter in ihn schob. Trowa verlagerte abermals sein Gewicht um mehr Halt zu haben, zog das linke Knie näher zu Heeros Beinen, ließ ihm das andere aber zum Festhalten an Ort und Stelle. Die Finger unter Heeros Bauch kraulten träge die Härchen um die Wurzel seines Gliedes und Heero fühlte seine Erregung zucken. Vor seinen Augen tanzten Sterne und seine Lungen schriehen nach Sauerstoff.
Trowas Zunge setzte ihren Weg fort, über die Unterseite seiner Hoden, und in Heero zog sich alles zusammen als Zähne die Zunge ablösten, die ungeheuer empfindliche Haut reizten und sachte bissen. Bevor er wußte was er tat biss Heero ebenfalls zu, schlug seine Zähne in Trowas Oberschenkel. Der Franzose zuckte erschrocken zurück, entspannte sich aber schnell und platzierte einen beschwichtigenden Kuss auf Heero Schenkel.
Er zögerte einen Moment, als dächte er über etwas nach, dann waren die Lippen zurück auf Heeros Schenkel, so nah an seinen Hoden wie möglich, und er saugte begeistert. Nun war es Heero, der sich ein Kichern nicht verkneifen konnte. Er schüttelte den Kopf so gut es seine Lage zuließ. Das war so was von schräg!
Immer mal wieder legte Trowa Pausen ein, leckte den Speichel von Heeros Bein und begutachtete offenbar seine Fortschritte. Es dauerte eine Weile bis er zufrieden war und von dem geschundenen Fleck abließ.
Heeros Atmung hatte sich derweil beruhigt, so weit das den Umständen entsprechend möglich war, und seine Verlegenheit war so weit zurück gegangen das sich nur noch seine Wangen heiß anfühlten. Sogar sein Griff um Trowas Bein hatte sich merklich gelockert.
Diese Tatsache war an Trowa nicht verloren. Er zog sein Bein ganz aus Heeros Umarmung und neben das andere. Die stützende Hand, ehemals neben Heeros Hüfte derzeit bei seinem Knie, drückte sein Rückrad nach unten, die Hand die ihn gerade noch gekrault hatte packte Heeros rechtes Bein und Trowa attackierte seine Hoden erneut. Seine Zähne hatten kaum Heeros Haut berührt als er in einer überwältigenden Mischung aus Schreck und Lust, und mit einem erstickten Quieken, kam.
Trowas Griffe lösten sich und Heero ließ sich einfach zur Seite fallen, streckte sich auf den kühlen Lacken aus und blieb stoßweise atmend ein paar Sekunden liegen. Das war schlicht zu viel.
Blinzelnd öffente er schließlich die Augen. Es war nicht so hell wie er befürchtet hatte. Nur eine Lampe weit hinten im Raum spendete gedämpft oranges Licht. Er rieb sich die Lider und blinzelte wieder einige Male schnell hintereinander. Dabei fiel sein Blick endlich auf Trowa, der sich die ganze Zeit nicht gerührt hatte. Er kniete immernoch nahe des Bettrandes und sein Blick lag forschend auf Heero. Er war nackt und offensichtlich erregter als es sein beherrschtes Verhalten hatte ahnen lassen. Im Zusammenspiel von Licht und Schatten sah Heero jeden Muskel dieses göttlichen Körpers besser als bei Tageslicht je möglich wäre. Seine ganze Gestalt war athletischer, kräftiger als Heero vermutet hätte. Seine Haut glänzte verschwitzt in einem tiefen Goldton und seine Haare verdeckten wie üblich eines der smaragdgrünen Augen.
Heero hob die Hand und strich fast andächtig über die harten Bauchmuskeln. Sie zuckten unter seinen Fingern. Sein Blick glitt unwillkürlich davon ab zur Seite und fand eine Schale mit schwarzen und hellen Kugeln. Das er die Hand dabei sinken ließ merkte er erst als sein Daumen gegen etwas Heißes, Festes stieß und Trowa zurückschreckte.
Er wand den Kopf zu Trowa und sah das dieser seinem Blick offenbar zur Früchteschale gefolgt war. Deshalb hatte ihn die Berührung erschreckt. Der Franzose lächelte und Heero konnte nicht umhin zu registrieren das er erleichtert wirkte, warum auch immer. Trowa rückte näher an Heero, setzte sich und stellte die Schüssel zwischen seine Oberschenkel damit sie nicht kippte. Heero stämmte sich hoch, stützte sich mit beiden Armen nach hinten ab und öffnete den Mund.
Trowa kicherte. \"Spielst du immernoch Küken?\" Dann warf er eine Taube und Heero schnappte mühelos zu.
\"Warum ändern was funktioniert?\" meinte der Japaner schulterzuckend.
Aber entgegen seiner Aussage setzte er sich doch ganz auf, nahm sich eine Kirsche, zerbiss sie, kaute schnell unter Trowas mißbilligendem Blick. Dann legte er den Kopf nach vorn, sodas der Saft zwischen seine Schneidezähne lief, und schluckte den festen Rest. Er stürzte sich, ungeachtet der Schale, auf Trowa, drückte ihn auf Bett und küsste ihn überschwenglich, wobei der rote Saft in Trowas Mund und über sein Gesicht floss. Breit grinsend, und wegen des Überraschungsangriffs mächtig stolz auf sich selbst, griff er sich gleichzeitig eine Handvoll Früchte und presste sie über Trowas Erregung aus. Der Franzose stöhnte in den Kuss. Heero klatschte die Überbleibsel in die Schale zurück und stellte sie mit einer Hand zur Seite während die andere Trowas Brust unten hielt.
Aus dem Augenwinkel sah er das Trowa den Kopf hob und ihn beobachtete. Er rieb die safttriefende Hand kurz aber vermutlich schmerzhaft grob über das Glied des Größeren, was diesen aufjaulen ließ, bevor er begann alles eingehend zu säubern. Er leckte an der Unterseite entlang nach oben, umschloss die Spitze flüchtig mit den Lippen. Und nur mit den Lippen fassend wischte er den Saft von der Oberseite ab, ließ die Zunge über die Wurzel schnellen und leckte an einer Seite wieder aufwärts. Trowa schauderte.
Heero war beeindruckt von soviel Selbstbeherrschung. Er fasste mit der tropfnassen Hand nach Trowas Hoden, drückte sie zwischen seiner Handfläche und drei verbleibenden Fingern während er den Mittelfinger in Trowa versenkte. Seine Zunge fuhr genußvoll (hehe) über den Spalt in der Spitze von Trowas Erregung bevor er selbige übergangslos ganz schluckte. Ein weltvergessenes Gurgeln zeigte Heero das sein Finger gefunden hatte wonach er suchte. Er brachte seine Kehle zum arbeiten, fühlte Trowas Glied gegen Zunge und Gaumen zucken, und einen Schwall Flüssigkeit in seinen Hals schießen.
Heero lehnte sich zurück, schnappte nach Luft und räusperte sich heftig. Er rutschte ein Stück weg, legte den Kopf auf die Seite und betrachtete den Jungen. Trowa zitterte, sein Glied lag auf seinem Bauch, die Beine leicht gespreizt. Er hatte die Augen fest geschlossen, atmete bemüht gleichmäßig und beide Hände waren um das Brett am Fußende des Bettes gekrampft.
Heero wischte seine Hand am Laken ab weil der trocknende Saft sie klebrig werden ließ und fischte mit der freien ein paar Früchte aus der Schale. Eine Kirsche hielt er über Trowas Lippen und drückte gerade genug damit sich in Tropfen löste. Ohne das sich seine Augen öffneten, was Heero gewarnt hätte, schoss sein Kopf hoch und er schnappte mit den Zähnen die Kirsche samt Heeros Fingern. Erst als er die sicher hatte blinzelte er und erst als eine seiner Hände Heeros festhielt ließ er von den Fingern ab.
Mit einem Ruck zog er Heero zu sich, in einen Kuss so schwelgend, träge und verzehrend das Heero beinahe augenblicklich hineinschmolz. Unter dem Kirscharoma konnte er allmählich Trowa schmecken. Er legte einen Arm um seinen Hals, lehnte sich gegen ihn bis er praktisch rittlinks auf seinem Bein saß. Trowa ließ sein Handgelenk los, schloss beide Arme um seine Hüften und Rücken, und lehnte sich mit ihm nach vorn. Der Geruch der Früchte stieg wieder in Heeros Nase als sein Kopf neben der Schale aufs Kissen gebettet wurde.
Eine von Trowas Händen verschwand, hantierte in der Schale. Die andere war auf seinen Bauch gerutscht und der Daumen streichelte phlegmatisch um seinen Nabel.
Heero saugte an Trowas Unterlippe als die ersten, nicht mehr so kühlen, Tropfen auf seine neu entstehende Erregung fielen. Und wieder glitten seine Beine ganz von selbst auseinander, obwohl sein Magen sich zusammenzog vor Schreck.
\"Gute Ideen sollte man ausbauen\", kommentierte Trowa verschmitzt während die zweite Handvoll Früchtebrei mit einem Klatschen in der Schale landete. Heero fühlte Trowas Finger in sich, legte eine Hand in den Nacken des Größeren und kraulte versonnen. Er schloss die Augen als die vom Saft rot gefärbte Hand sich neben ihm aufs Bett stützte, hob das Becken etwas an. Seine andere Hand strich von Trowas Seite über seinen Rücken und blieb auf seinem Hintern ruhen als der Franzose in ihn eindrang. Die Hand auf Heeros Bauch verschwand und stattdessen hielt der Arm seine Taille umschlossen.
Trowa zog sich zurück und stieß vor, immer wieder in einer endlosen, geschmeidigen Bewegung. Kein Bruch in seinen Bewegungsfluss, kein Schwanken oder Zögern.
Es war unglaublich. Selbst die Berührungen dieses Punktes in Heero kamen nicht stoßweise sondern in einem konstanten, sanften Streicheln das die Sterne vor seinen Augen zu Galaxien wachsen ließ. Trowa leckte über seine Lippen und Heero öffnete völlig automatisch den Mund, erwiderte den Kuss als hätte er einen Schalter betätigt.
Der Druck von Lust und Vergnügen baute sich nur langsam in seinen Lenden auf, aber die Erlösung kam gewaltig. Es passierte so plötzlich und war ein solch krasser Kontrast zum zeitlosen Genuss vorher das Heero diesmal tatsächlich aufschrie. Sein Rückrad bog sich Trowa entgegen, jeder Muskel in ihm kontraktierte. Seine Finger krallten sich in Trowas Haut und sein Körper drängte sich zitternd intensiver gegen den HeavyArms-Piloten. Er fühlte Trowa Stocken. Aus verhaltenem Keuchen wurde hemmungsloses Stöhnen. Ein Beben flutete durch seinen Körper und er ließ sich auf Heero sinken. Schwer atmend schlang er den freien Arm auch noch um Heero, vergrub die Nase in den Haaren den Japaners und seufzte tief bevor er flüsterte: \"Tut mir leid.\"
Heero begann wieder seinen Nacken zu kraulen und mit dem Daumen der anderen Hand streichelte er geistesabwesend über Trowas Hintern. Er nahm die Entschuldigung nickend zur Kenntnis, mehr nicht, und Trowa drückte ihn noch fester an sich.
\"Was jetzt?\" murmelte er zwischen Heeros Haare und das Kissen.
Heero zuckte mit den Schultern. \"Mehr?\"
Ende